Tagesarchiv: 28/11/2012

Madrid und Toledo

Und wieder stand eine Städtereise an. Wieder mit ESN, der Studentenorganisation und diesmal haben wir gleich 2 Städte besucht!
Auf dem Plan standen diesmal: Toledo, die Ritterstadt und MADRID, die Hauptstadt Spaniens.

Tag 1 – Freitag

Um 5:45 Uhr, einer für Studenten unzumutbaren Zeit!!!, starteten wir die Fahrt Richtung Norden. Viel haben wir von der Fahrt nicht mitbekommen, aber abgesehen von einem tollen Sonnenaufgang gab es auch nicht viel zu sehen. Zum einen war die Landschaft jetzt nicht so überragend und zum Anderen fuhren wir durch den dichtestens Nebel, den es geben kann, sodass weder der Busfahrer noch wir weiter als 50m gucken konnten.

6 Stunden später gegen Mittag dann Ankunft in Toledo, 65 km südwestlich von Madrid. Die Stadt zählt mit Ávila und Segovia zu den drei historischen Metropolen in der Umgebung und liegt ca. 100m über dem Flussufer des Flusses Tajo. Toledo ist UNESCO Weltkulturerbe und bekannt für seine Messer, Schwerter und Marzipan!

Zunächst bekamen wir eine kleine Rundführung von unseren ESN Leuten und durften danach wir die Stadt auf eigene Faust erkunden. Man kann die Stadt nur über zwei Brücken verlassen und sich eigentlich nicht verlaufen. Vanessa und ich haben es natürlich trotzdem geschafft, sind aber durch unsere fantastische weibliche Intuition pünktlich wieder am Bus angekommen. Wir haben zwar nur den „historischen Stadtkern“ gesehen, aber die kleinen, äußerst engen Gassen, die vielen Marzipan- und Schwertgeschäfte und allgemein der mittelalterliche Touch der Stadt haben einen guten Eindruck hinterlassen.

Gegen 18:00 Uhr ging es weiter Richtung Capital Madrid. Allein auf der Fahrt zum Hotel waren wir alle schon etwas baff vom Anblick der Stadt. Im Hostel eingecheckt blieb uns ein wenig Zeit zum ausruhen und dann startete schon das Eurodinner. Jeder sollte eine, für sein Heimatland, typische Speise mitbringen von der dann alle probieren durften. Es gab Paella, griechischen Salat, Crepes, viel Pasta und Nudeln und unseren selbstgemachten Kartoffelsalat mit Bockwurst. 🙂 Damit war also eine gute Grundlage geschaffen um den ESN typischen Abend zu starten… Das heißt: Sangria frei, Trinkspiele – natürlich nur zur Schaffung des Teamgeistes und anschließend Fiesta. Gefeiert wurde im „Paint Glow Club Madrid“ unter dem Kleidermotto PIRATEN!! Zusätzlich, um dem Namen Paint Glow Ehre zu machen, gingen irgendwann Flaschen mit Farbe rum, mit der dann jeder, der nich schnell genug weg war „deokoriert“ wurde.
Soviel zum ersten Tag.

Tag 2 – Samstag

Übermüdet ohne Ende starteten wir mit einem Museumsbesuch in einem der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, dem PRADO Museum. Was man hier braucht ist viel Zeit, eine gute Orientierung und ein Interesse an christlichen Motiven. Wen findet man hier? unter Anderem Rembrandt, Albrecht Dürer, Diego Velázquez und Rubens – die sind sogar mir bekannt 😀

Anschließend gab es Zeit zur freien Gestaltung die wir, Vanessa, David und ich zum Beispiel im Museo de Jamón, dem „Schinkenmuseum“ verbrachten. Das ist nichts weiter als ein riesiger Raum der über und über mit Schinken behangen ist und wo man belegte Brötchen, Wurst und natürlich Schinken in sämtlichen Variationen kaufen kann.

Danach folgte eine Stadtführung von den ESN Leuten aus Madrid zu den wichtigsten Plätzen wie Rathaus, Plaza Mayor (inkl. Weihnachtsmarkt), Palacio Real de Madrid und einer Plakette, die den exakten Mittelpunkt Spaniens markiert. Von dort werden sämtliche Entfernungen zu anderen Städten oder Straßen gemessen.

Zum Abschluss bestiegen wir das Dach vom Círculo de Bellas Artes, dem Sitz des Kunstvereins, und konnten die Stadt bei Nacht von Oben begutachten. Auf jeden Fall einen Besuch wert!!

Laut ESN war am Abend wieder eine Party angesetzt, sie soll auch ein grandioses Ereignis gewesen sein.. aber ich war einfach viel zu müde. Also habe ich mich mit Vanessa und einer Freundin von ihr, die in Madrid studiert, getroffen und die Stadt endlich mal richtig kennen gelernt. Von ihr bekamen wir Insider News über die Stadtviertel, die Leute und das Leben dort allgemein. Es gab leckere Tapas und einen schönen Stadtspaziergang und dann endlich den ersehnten Schlaf.

Tag 3 – Sonntag

Ausgeschlafen und fit wie eh und je starteten wir auch diesmal wieder mit einem Museumsbesuch, diesmal im Museo Reina Sofia, einem Museum (mit Bibliothek) für neuere spanische Kunst. Hier wieder die Frage, wen findet man hier? Salvador Galí, Joan Miró und Picasso mit seinem bekannten Werk Guernica . Ich war erstaunt, wie viele Künstler und Kunstwerke mir ein Begriff sind 🙂

Den Nachmittag verbrachten wir im Parque del Retiro, vergleichbar mit dem Central Park in New York, wo wir endlich mal sehen und spüren konnten, dass es auch in Spanien Herbst gibt und Blätter, die die Farbe wechseln und von den Bäumen fallen. (Palmen machen das ja nicht soo oft..)

Zurück im Hostel hatten wir beide, Vanessa und ich, noch ein nettes Gespräch mit dem Hostelmitarbeiter, einem Typen aus Mexico, mit dem wir uns darüber unterhielten, welche Stadt doch nun die schönste Spaniens ist 😀

19:00 Uhr, Abfahrt Richtung Süden. Die ersten Stunden durften wir Gott sei Dank schlafen, ab ca. 22:00 bis zur Ankunft um 1:00 Uhr nachts war dann ESN Entertainment angesagt. Es wurde gesungen, getanzt und erzählt und erzählt.. als hätten die ESN Leute keine Möglichkeit zum Reden gehabt. (Das kenne ich sonst nur von mir 😀 )

Gegen 1:00 Uhr war ich endlich zu Hause und fiel todmüde ins Bett.

Das Fazit:

  • Toledo ist hübsch, niedlich und erinnert an „Der Herr der Ringe“, auch wenn ich es nie gesehen hab.. Auf jeden Fall einen Besuch wert!
  • Madrid ist einfach nur riesig und übrwältigend. 2 Tage reichen lange nicht aus um die Stadt zu sehen und ihren Geist zu verstehen. Madrid findet man nicht toll, weil die Stadt umwerfend aussieht oder mit schönen Plätzen überzeugt, wie Sevilla. Man findet die Stadt toll weil bzw wenn man ihre Feinheiten kennt, die Insider News über das Leben in den verschiedenen Vierteln und die Menschen die dort leben. Wenn Madrid, dann nur mit Leuten, die sich auskennen und OHNE 55 Studenten, vorrangig Italiener, auf die man ständig warten muss. Dank Wartezeit und einem Lauftempo von Schnecke bis Schildkröte haben wir bestimmt 3-4 Stunden pro Tag eingebüßt..

Viel Spaß bei den Bildern und bis zum nächsten Reisebericht!!

(Ich hab auf der rechten Seite übrigens eine tolle Karte auf der man sieht, in welchen Städten ich schon war – Jede Woche kommen neue dazu!)

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Kategorien: 2012, Beiträge Sep-Dez | Schlagwörter: , | Hinterlasse einen Kommentar

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