Ich hatte mir ja nun die tolle Idee in den Kopf gesetzt, mal eben 2 Monate länger als geplant im schönen Málaga zu bleiben (um vor der heimischen Kälte zu fliehen). Dummerweise hatte ich nicht bedacht, dass das wohnungstechnisch einige Probleme mit sich bringt.
Mein alter und erster Vermieter bevorzugte Erasmusstudenten, die ein komplettes Semester bleiben – das hieß für mich: raus aus meinem geliebtem Zimmer in der Calle Casas de Campos mit Blick auf Hafen, Berge und Gibralfaro 😦
Schon Anfang des Jahres hatte ich mich nach neuen Zimmern umgeguckt und war irgendwann der Meinung, etwas gefunden zu haben. Aber eigentlich war das auch nur das „Beste“ vom Schlechten.. Aus einem mir nicht erklärlichen Grund habe ich danach aufgehört zu suchen. Hätte ich mal weiter gesucht…
Naja am Samstag morgen war es nun soweit. Dank Javi, einem meiner spanischen Freunde hier, konnten wir mein gesamtes Hab und Gut in seinem Auto unterbringen und versuchten verzweifelt einen Parkplatz in der Innenstadt zu finden. Wir konnten aber keinen finden, also liefen wir 2x mit Koffern und Taschen beladen durch die Stadt. In der Wohung angekommen, dauerte es nicht lange, bis sich die ersten Probleme auftaten.
Um das zu verstehen, sollte ih vielleicht kurz meine Situation beschreiben:
Mein Zimmer war quasi die eine Hälfte, eines durch einen Vorhang getrennten ganzen Zimmers. Neben diesem Zimmer (aber nur von diesem Zimmer aus zu erreichen) befand sich ein weiteres Zimmer, in dem mein Schrank stand (in dem noch sämtliche Klamotten vom Vermieter drin waren..). Da mein „Zimmer“ ja nun weder eine 4. Wand noch eine Tür hatte, hab ich mir vom Vermieter versichern lassen, dass beide Zimmerhälften, sowie das Zimmer mit meinem Schrank in der Zeit wo ich dort wohnen sollte, leer stehen. Kurz nach meinem Umzug erhielt ich dann die Nachricht, dass die neue Vermieterin (evtl. Freundin vom Vermieter; da er nun in Argentinien ist, regelt sie alles) die zweite Zimmerhälfte als Studienzimmer nutzt. Außerdem komme wohl bald ein Freund, der das Zimmer mit dem Schrank bewohnen soll. Und da bin ich mir schon etwas auf den Schlips getreten vorgekommen. Natürlich saß sie am nächsten Morgen auf einmal im Nebenzimmer um zu studieren und betrat in meiner Abwesenheit auch einfach mal mein Zimmer um die Fenster zu schließen. Am Nachmittag wurde nebenan auch gleich noch ein Kaffeekränzchen mit Freunden abgehalten und da hat es mir gereicht. Die Absprachen wurden nicht eingehalten, die neue Vermieterin redet null mit mir und Privatsphäre brauch man in diesem Zimmer gar nicht erst zu suchen.
Also hab ich mich am Mittag/Nachmittag mit Javi zusammengesetzt, sämtliche Wohnungsanzeigen durchgesucht, herumtelefoniert und gleich eine Wohnung besichtigt. Das Zimmer hier hat nicht nur 4 Wände sondern eine Tür, die man sogar abschließen kann. Perfekt dachte ich mir, und 3 Stunden später stand ich mit meinem Hab und Gut in der neuen Wohnung. Javis Auto steckte dummerweise im Parkhaus fest (die Tür dort ließ sich nicht mehr öffnen) also mussten wir alles zu Fuß tragen. Glücklicherweise konnte ich Vanessa und später auch Philipp mobilisieren und zu viert zogen wir mit Koffern, Taschen und Bettzeug unterm Arm durch die Stadt.
Nun wohne ich wieder am Hafen, genau wie vorher, nur ein paar Straßen weiter. Und ich frage mich immernoch, warum ich nicht den ganzen Januar über nach weiteren Wohnungen gesucht habe… hm naja
So nun hoffe ich mal, dass ich hier die 2 Monate über die Runden komme, erst mal ab an den Strand um für die nächsten Prüfungen zu lernen!
Liebe Grüße
Hier sieht man nochmal meine tolle, unnötige Wanderung durch die Stadt:
