Córdoba

… Mezquita, Alcázar und jede Menge Asiaten.

Die Zeit ist kurz, also auf zum nächsten Städtetrip in die drittgrößte Stadt Andalusiens.

Noch früher als am Vortag, nämlich schon um 9 Uhr, stand ich mit Vanessa am Bahnhof von Málaga und betrat zum ersten Mal die spanische Version der Deutschen Bahn – den RENFE. Unterschiede zur DB? Alles, abgesehen davon, dass auch der Renfe auf Schienen fährt. die Bahnen sind schnittiger, fast wie der TGV in Frankreich, es gibt Gepäckkontrollen, 2 Fach Ticketkontrolle noch bevor man den Zug betritt und der Sitzplatz ist nicht nur bequemer sondern mit deutlicher mehr Platz als in der DB. Ach und Renfe ist in Spanien „ein Synonym für Pünktlichkeit und Schnelligkeit“! …

Na egal, eine Stunde später waren wir schon in Córdoba und, Überraschung, es war kalt. Ist halt nicht der warme Süden…Nachdem wir uns orientiert und mit einer Stadtkarte ausgestattet hatten, steuerten wir zielsicher die Mezquita an. Sie soll neben der Alcazar die einzige Besonderheit der Stadt sein. Auf dem Weg dahin passierten wir aber so viele kleine Straßen und tolle Läden, dass ich sagen muss, ein Besuch der Stadt lohnt sich nicht nur wegen der Mezquita.

    DSC07357aAuf einmal entdeckten wir einen Torbogen, der in einen tollen Garten führte. Neugierig gingen wir hindurch, sahen uns um und merkten dann, dass wir direkt im Garten der Mezquita gelandet waren 🙂 Volltreffer!! Also schnell Eintrittskarten gekauft, vom neugieren Einlassmann kontrolieren lassen und los gings. Das Innere der Mezquita gleicht einem Wald aus steinernden Säulen mit doppelt überspannten Bögen in rot und weiß. 785 hatte man mit dem Bau der Moschee an Stelle einer Basilika begonnen, die man den Christen abgekauft hatte. Durch drei Erweiterungen erst, erreichte die Mezquita ihre heutigen Ausmaße. Die Christen nutzten die Mezquita nach der Eroberung Córdobas 1236 als Kirche. 300 Jahre lang kam man ohne Kapelle aus, bis ein Bischof im 16. Jh. auf den Bau einer Kathedrale drängte. Also wurde eine Kirche eingebaut, gegen heftigen Protest natürlich und bis heute hat sich niemand getraut, Altar und Co. wieder zu beseitigen.
Gute Fotos von einer leeren Mezquita zu bekommen war gar nicht so einfach, da alle paar Meter ein Pulk Asiaten vorbeigestapft kam und sich über Ohrstöpsel lustige Geschichten erzählen ließ. Außerdem schien uns der Einlassmann zu verfolgen.. Zu seinen Aufgaben gehört wohl nicht nur am Einlass zu stehen, sondern auch durch das Innere zu laufen und die nahezu einzigen jungen Gäste unter 60 zu beobachten 🙂

Weiter ging es zur Alcázar, die im 14. Jh. gebaut wurde. Die hatten auch nichts zu tun damals, außer überall Alcazabas, Alcazars und Alhambras zu bauen…
Auf jeden Fall konnte man sich dort, für einen christlichen Palast ungewöhnlich, Arabische Bäder ansehen, sowie riesige Mosaike, einen Sarkophag und einen traumhaften Garten. Der Garten war jetzt schon ein Traum in sämtlichen Farben und Blütenformen, wie mag das wohl im Frühling aussehen??

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Vom Hunger getrieben gönnten wir uns im „101 Tapas“ ein leckeres Mittagsmenü mit Gerichten, von denen wir noch nie gehört hatten. Salmorejo cordobés ist z.B. eine Art kalte dickflüssige Suppe, nicht mit Gazpacho zu verwechseln, und besteht aus Tomaten, Knoblauch, Schinken und Brotkrumen. Nach 2 Gängen und einem Dessert waren wir gestärkt genug um durch die Judería zu flanieren. Das ehemalige Judenviertel ist heute UNESCO Weltkulturerbe und besteht aus engen, weißgekalkten Straßen mit Blumen an den Wänden und vielen kleinen Geschäften mit bunten Laternen und viel Keramik.

Leicht durchgefroren wärmten wir uns schließlich auf einer Bank am Guadalquivir, dem fünftlängsten Fluss Spaniens, auf. Wir überquerten noch kurz die Brücke um uns die ganze Stadt inklusive Triumphbogen (für welchen Triumph Cordobas auch immer) anzusehen und machten uns dann auf den Weg zurück zum Bahnhof. Auf dem Weg dorthin hab ich dann auch das erste Smööy-Eis meines Lebens gegessen 😀 und muss sagen, es schmeckt.

Fazit: Córdoba lohnt sich nicht nur wegen Mezquita und Alcázar und ist definitiv einen Besuch wert!

Aber davon könnt ihr euch ja selbst ein Bild machen, Viel Spaß beim Bilder gucken!

Liebe Grüße Viola

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