Santander
Da wir am Abend zuvor schon nach Santander gefahren waren, konnten wir uns die Stadt gleich mal bei Nacht angucken. Irgendwie machte sie einen kleinen, süßen Eindruck und wir haben erstaunlich viele Bars und Clubs gefunden.
Am nächsten Morgen wollten wir uns zwei coole Citybikes mieten, diese Fahräder, die man sich leiht und dann an irgendeiner Station wieder abgibt. Die erste Hürde, die Dinger erstmal am Automaten freizuschalten konnten wir, wenn auch sehr mühsam, schließlich überwinden und los ging es.
Das Wetter meinte es gut mit uns, und so fuhren wir den ganzen Tag lang vom Sonnenschein begleitet an der Küste entlang zur Halbinsel „La Magdalena“. Die Kulisse war atemberaubend! Auf dem Meer schipperten Segelboote entlang und Kiter hatten ihren Spaß, während im Hintergrund die mächtigen schneebedeckten Berge das Bild abrundeten. Da wir bisher keinerlei Idee von und über Santander hatten, waren wir umsomehr begeistert von Stadt und Natur. Jetzt verstehe ich, warum Kantabrien der schönste Teil des Landes sein soll. Raue Klippen, schöne Strände und viel viel Grün. Alles ist grün gewesen. Hätten da nicht ein paar Palmen rumgestanden, hätte es auch eine schöne Mitteleuropäische Landschaft sein können. Der Ausblick über die Klippen auf’s Meer war einfach nur toll.
Auf dem Berg der Halbinsel haben wir dann auch noch den perfekten Ort zum Heiraten gefunden (ohne jetzt auf irgendetwas anspielen zu wollen!!!). Ein wunderschönes Schloss mit Burgturm und einer wahnsinns Aussicht. Hach das war schon ein gelungener Tag.
Der Fahrradweg von und zur Halbinsel war gut geplant, er sollte direkt am Wasser entlang gehen und führte teilweise über ein paar Holzbohlen mitten durch den Sand. Dumm nur, dass der Weg dann irgendwann aufhörte und man die Wahl hatte zwischen:
1. Das Fahrrad eine Steintreppe hochtragen, bei der die erste Stufe aber schon 1m hoch ist; oder 2. Das Fahrrad durch Sand und Wasser schieben und am Treppenaufgang eines Restaurants hochtragen. Dazu muss man sagen, dass diese Leihfarräder sehr schwer sind. Wir entschieden und für Letzteres, ein bisschen Rost schadet nie…
Generell scheinen die Spanier ein Faible für Treppen und Wege zu haben, die direkt im Wasser enden..
Auf dem Rückweg steuerten wir noch eine Apotheke an, Vanessa hatte sich einen Sonnenbrand geholt 😀 und zurück am Sporthafen der Stadt gaben wir unsere Drahtesel auch wieder ab. Dem Sonnenuntergang entgegen liefen wir den restlichen Weg zurück nach Hause und verbrachten den Abend gemütlich und mit ordentlich Muskelkater im Popo.
Am nächsten Morgen um 7:00 Uhr sollte es ja schon weiter nach San Sebastian gehen …