Nisyros – Spaziergang im Vulkan

Geschafft, endlich wieder eine Woche vorbei und Zeit, neue Abenteuer zu starten.
Diesmal war das Ziel die südliche Nachbarinsel Nisyros, bekannt für ihren Vulkan und Bimsstein.

Los ging es also früh am Morgen, mal wieder mit einem Taifun, Richtung Süden nach Kardámena. Von hier aus startete die Fähre und ca. eine Stunde später legten wir im Hafen von Mandraki auf Nisyros an. Mir blieben nur 5 Stunden bis zur letzten Fähre zurück nach Kos. Aber da ich meinen Trip ja gut geplant hatte, raste ich sofort los und steuerte mein erstes Ziel, das kleine Dörfchen Pali an.

Auf Nisyros, die übrigens eine Insel vulkanischen Ursprungs ist, leben gerade einmal 950 Einwohner auf ca 41km². Es gibt nur 4 Dörfer von denen sich zwei auf dem Kraterrand befinden. Mandraki uns Pali sind die einzigen Hafenstädte, aber eher mit einem Mini Dorf zu vergleichen, Es gibt natürlich einen Hafen mit vielen Yachten aus aller Welt und einen netten Strand mit Pinien als Sonnenschutz.

DSC00624aNachdem ich mich in Pali mit Wasser und Keksen ausgerüstet hatte ging es weiter Richtung Süden nach Nikia. Nikia ist eines der beiden Bergdörfer und traumhaft schön. Das Moped lässt man am Fuße des Dorfes stehen und dann geht es nur noch bergauf durch kleine Gassen mit weißen Häusern und vielen Blumen. Die Hälfte der gerade einmal 48 Bewohner kann hier aus 400m Höhe auf das Meer schauen, die andere Hälfte in den Vulkankrater hinein. Ein wahnsinnig tolles Panorama konnte man hier genießen.

Nächste Station war das zweite Bergdorf, Emborios mit grandiosen 192 Einwohnern 🙂 Hier befand ich mich „nur noch“ auf 250m Höhe und konnte nocheinmal von der anderen Seite in den Krater hinein sehen. Anschließend ging es in den tiefsten Süden der Insel nach Avliki. Aber mehr als eine Steilküste, viel Steinruinen im Meer und einem kleinen Bauernanwesen gab es nicht viel zu sehen. Der Weg dorthin bestand allerdings aus ewig vielen Serpentinen.

Eigentlich stand nun die Besichtigung des Vulkans auf dem Plan, aber dank leerem Dank durfte ich die ganzen 10 km nach Pali zurück gurken um zu tanken. A propos gurken… Ich steh ja auf Serpentinen, auch wenn man bergab mit angezogenen Bremsen auf 60 km/h kommt. Aber wenn die Strecke zwischen den Kurven so kurz ist, dass man nicht mal richtig in Fahrt kommt ist das echt anstrengend und nervig. Zumal überall Schotter und Sandspuren die Kurven nicht gerade sicherer machen. Aber glücklicherweise war ich mal wieder fast alleine auf den Straßen unterwegs.

DSC00650aMit vollem Tank steuerte ich nun den Stefanos Krater an und kam gerade noch rechtzeitig vor den 4 Reisebussen an aus denen die ganzen wildgewordenen Touris strömten. Schnurstracks lief ich auf den Vulkan zu, kletterte in sein Inneres herab und genoss den Anblick bevor er durch hunderte von Touristen gestört wurde.  Das Gefühl in einem Vulkankrater zu stehen ist schon seltsam. Alles war blendend weiß durch die ganze Asche und überall drang Schwefel aus den Löchern hervor. Es roch wie in einer großen Pfanne, in der man Würstchen gebraten hat 😀 Durch das ganze Schwefelzeugs waren die Wände, Steine und auch Teile des Bodens mit gelben Schwefelkristallen überzogen. Echt seltsam so ein Spaziergang in einem Vulkan, der zum letzten Mal 1887 ausbrach und für den ein weiterer Ausbruch in den kommenden Jahren erwartet wird!

Rückzu sollte ich laut Steve und seiner Inselkarte eine gelbe Straße nehmen. Laut Karte eine „betonierte Straße“. Tatsächlich ging es ewig über Schotter und noch mehr Schotter. Fast die ganze Zeit über ging es bergab und ich musste mich extrem konzentrieren den Roller abzubremsen und auf dem Schotter in der Spur zu halten. Eine ganze Weile lang bin ich nur mit angezogenen Bremsen gefahren und hab ein Stück Asphalt herbeigesehnt. Das hat mich natürlich Unmengen von Zeit gekostet. Mit einem Cross bike hätte das sicher viel Spaß gemacht.  Aber wenn man rechts von sich eine riesen Felswand und links einen hunderte Meter tiefen Abgrund sieht, bleibt man eher etwas vorsichtig…

Am Ende bin ich extrem in Zeitnot gekommen. Ich kam gerade noch pünktlich am Hafen von Mandraki an und nachdem mein Taifun verladen war legte das Schiff auch schon ab.

Der Tag war noch jung, halb 5 war ich schon zurück in Kos. Also legte ich mich noch ein Stündchen an den Srand von Kardámena.

Da ich dann etwas verpennt hatte, raste ich quer über die Insel um wie vereinbart um 18:00 Uhr auf dem Friseurstuhl im Hotelfriseurladen zu sitzen. Salz und Sonne hatten ihre Spuren hinterlassen und so mussten ein paar Zentimeter Spitzen weg.

Den Abschluss machte dann ein leckeres Essen in Pyli in den Bergen. Hier gibt es den besten Cheese Saganaki von Kos. Ein Käse der mit DSC00712aSchnaps übergossen und dann angezündet wird. Abgelöscht wird das Ganze mit frisch gepresster Zitrone und es schmeckt einfach wahnsinnig lecker!! Dazu gab es noch eine Portion Moussaka und einen griechischen Salat. Hmm perfekter Ausklang.

Und damit war schon wieder ein Tag vorbei. Man geht die Zeit schnell rum.. Nächsten Mittwoch gibt es endlich das ersehnte Familientreffen in Kreta!!! Berichte folgen.

Sonnige und windige Grüße

Ach und hier nochmal meine Route, eine Strecke von knapp 48 km, die Fahrt vom Hotel zum Hafen mal ausgeschlossen. Und das bei einem Durchmesser von gerade einmal 8 km 😀

Nisyros Tour

Liebe Grüße Viola

 

 

 

 

 

 

 

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