Monatsarchiv: März 2014

surf Girls Camp in Hurghada

mein erstes Mal in Afrika!

Nach langem Überlegen und vielen skeptischen Gedanken der Verwandschaft, trat ich Anfang März meine Reise nach Hurghada in Ägypten an. Für mich war es nicht nur die erste Reise nach Afrika, sondern überhaupt die allererste Reise außerhalb Europas!

???????????????????????????????Mit jungfräulichem Reisepass durchlief ich alle Kontrollen und startete mit dem Flieger Richtung Süden. Als wir die afrikanische Küste erreichten, blieb mir gleich mal der Mund offen stehen, denn vom Flieger aus konnte man unzählige Korallenriffe in den verschiedensten Blautönen ausmachen. Und dann gab es eine Ewigkeit lang nichts als Wüste zu sehen.

In Ägypten gelandet war alles ein wenig hektischer als sonst. Lange Schlangen vor dem Visum Schalter und anschließend wieder lange Schlangen um den Pass und die ausgefüllte „Einreisekarte“ vorzuzeigen. Während desssen rannten irgendwelche Ägypter durch die Gegend, boten an, die Kontrollen für 10 EUR als VIP schneller von Statten gehen zu lassen oder schrien verschiedene Namen um wahrscheinlich ihre Schäfchen zusammenzusuchen. Auf dem Weg zum Bus musste ich mich noch durchsetzen, meinen Koffer selbst ziehen zu dürfen und kapierte erst nach einiger Zeit, dass ich dem Busfahrer Geld geben muss, damit er meinen Koffer aufs Dach packt.

Im Hotel angekommen wurde ich erstmal bemitleidet. Ich stieg vor einem Hotel aus, welches keine Einfahrt hatte, weil diese gerade gepflastert wurde (von Bauarbeitern, die sich mit LIDL Tüten auf dem Kopf gegen die Sonne schützten) und weil generell alles ein wenig nach Baustelle aussah. Naja.. ich bin ja zum Surfen hingefahren…

Nach dem Check In wurde mein Koffer von einem Angestellten zum Zimmer gebracht, Erdgeschoss, riesig groß und direkt am Pool. An der Rezeption hatte man mir noch angeboten statt des normalen Zimmers eine Suite zu bewohnen, ohne Aufpreis, dafür zusammen mit einem anderen Gast, den ich aber nicht kannte. Ich hab natürlich abgelehnt. Am zweiten Tag brachte ich aber doch einen Zimmerwechsel durch, weil ich im Erdgeschoss nicht auf dem Präsentierteller liegen und meine Terassentür nachts gerne öffnen wollte. Dafür bekam ich eine Etage höher meine Suite mit zwei Zimmern, zwei TVs, zwei Balkons und einem Bett, in dem bequem 3 Leute hätten schlafen können. Ahja und nun gab es auch einen tollen Meerblick, sodass ich direkt nach dem Aufwachen aufs Meer sehehn konnte. Na das sieht doch viel besser aus!

Zum surferischen Inhalt des Camps werde ich mal nicht so viel schreiben, da der Großteil sicher eh nichts damit anfangen kann 😀 Nur soviel, abgesehen vom ersten Tag hatten wir jeden Tag super Surfbedingungen, konnten viel und lange üben und ich konnte meine Ziele erreichen.

2014 SURF GC HRG140307Am ersten Tag hatten wir sogut wie keinen Wind. Also genossen wir erst einmal einen Begrüßungscocktail am Strand, lernten Tommy, den Besitzer des „Procenters Tommy Friedl“ kennen und tauschten unsere bisherigen Erfahrungen und Fortschritte aus um die Gruppe besser kennen zu lernen. Wir waren nur 5 Mädels plus unserer Trainerin und verstanden uns glücklicherweise alle super. Konnte also nicht viel schief gehen 🙂
Als No-Wind Alternative entschieden wir uns, am Nachmittag einen SUP Ausflug zu machen. Dazu wurden wir alle hintereinander an einem Motorboot zur Insel Mgawish gezogen und paddelten von dort aus zurück zur Station. Allein die Paddelstrecke dauerte gut 1,5 Stunden – ein schönes Fitness Training zum eingewöhnen 🙂

Am Dritten Tag dann der Knaller – ein Unwetter zog über Hurghada. Aber so richtig!! Abwechselnd gab es ordentlicheDCIM100GOPRO Regenschauer, Gewitter, Sturmböen und viele dunkle Wolken. Dass man sowas in Ägypten erlebt … Ich hätte ja mit allem gerechnet, Sandsturm, Hitzewelle, streikende Kamele …  In der Stadt selbst soll es gehagelt haben und der Flughafen sowie viele Straßen in der Umgebung standen unter Wasser. Auch im Hotel gab es Probleme, Die Anlage wurde „überflutet“, die Decken weichten stellenweise durch und natürlich gab es auch Stromausfall und fehlendes Wasser. Aber wir haben es überlebt!! 😀

Am nächsten Tag war der Spuk vorbei, wir trainierten wieder und siedelten Abends zu Tommy’s Station über (Unser Hotel und die kleine Station lag auf der anderen Seite der Bucht, sodass wir mit einem Boots Shutle zur Haupstation gebracht wurden). Dort begossen wir unsere Trainingserfolge und ließen den Tag noch einmal Revue passieren.

Einen Tag später fanden wir uns schon wieder an der Beach Bar wieder um die Beach Party zu besuchen. Hier gab es leckere – die weltbesten – Mojitos, ein tolles BBQ mit dem besten Kalamari, den ich je gegessen hab und tolle Unterhaltungen in schöner Atmosphäre, direkt am Strand. Könnte schlimmer sein, so ein Surfcamp…

DSCN8763bNun brach schon der letzte Tag an und wir nutzten die Bedingungen und das super Material nochmal richtig aus. Dani, ein Surfer, den wir bei Tommy kennen gelernt hatten, war gleich so nett und schoss ein paar Fotos von uns während wir surften. Er surfte dabei einfach mal entspannt im Gleiten neben uns her, zückte die Cam aus der Boardshorts und drückte ab. Nichts leichter als das 😀 Aber neben einem Bild beim Dümpeln in Korfu auf einem 200l Board und einem Foto vom Helenesee vor 5 Jahren hab ich nun endlich mal richtig gute Surfpics von mir!!
Zusätzlich hab ich meine GoPro auf den Gabelbaum montiert und mich beim Surfen gefilmt. Ein Traum und mega cool, sich mal selbst beim Surfen zu sehen.

Am Abend wartete dann das letzte Highlight auf uns!! Wir machten eine Quad Tour durch die Wüste! Dazu wurden uns Turbane gewickelt um nicht den Staub einzuatmen und nach einer kurzen Einweisung ging es schon los. Als Moped Fahrer kam ich erstmal gar nicht klar und brauchte eine Ewigkeit um den Sinn des Lenkens bei einem Quad zu verstehen 😀 Aber es klappte irgendwann.
gopro10Wir sahen die Sonne über der Wüste untergehen, fuhren durch menschenleere Landschaften und hielten in einem kleinen Tal mitten im Nirgendwo. Nur die Kamele sind leider nicht vorbei gekommen. Zur Stärkung gab es ein BBQ auf einer kleinen Feuerstelle mit hausgemachtem Kartoffelsalat und Mega Steaks von unserem Grillmeister Tommy. Schon cool, dass er das alles mit uns mitmacht und sich nicht nur als Organisator vorstellt und dann die ganze Woche zurück zieht!

Am nächsten Tag frühstückten wir noch ein letztes Mal gemeinsam und ließen uns nach und nach vom Reisebus abholen und zum Flughafen bringen wo ich lustigerweise alle Mädels wiedertraf 🙂 Kurz vor Abflug durchlief ich noch den Bazar auf dem Flughafen wo es echt alles gab, was man brauchen könnte und auch alles, was man lieber nicht kaufen sollte. Ich entschied mich für ein Päckchen Hibiskusblütentee und parfumierte damit meinen Rucksack den gesamten Heimweg über.

Der Flug verging wie im Flug – Hammer Wortspiel 😀 😀 – und trotz mehrerer Turbulenzen durch Gegegnwind (an Land waren ja nicht umsonst super Surfbedingungen) schaffte ich es irgendwie nach Berlin und von dort zurück nach Hause.

Zusammenfassend war es eine super Woche, die ganz anders war, als ich es erwartet hatte. Vom Turnen kenne ich ja Trainingscamps bei denen tagsüber trainiert wird und abends dann jedes Team sein eigenes Ding macht. Hier waren wir jedoch fast 24 Stunden am Tag zusammen, hatten ein super Rahmenprogramm und eine Menge Spaß.

Fazit: Sollte nichts dazwischen kommen, werde ich nächstes Jahr wieder dabei sein 🙂

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Kategorien: 2014 | Hinterlasse einen Kommentar

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