Roadtrip Ostkreta

… in 12 Stunden von Nord nach Süd und wieder zurück.

Ich hatte mal wieder Lust, die Insel neu kennen zu lernen und entschied mich spontan für einen Ganztagestrip mit dem Auto. Leider mal wieder alleine, aber die Strecke hätte glaube ich keiner freiwillig mitgemacht 🙂
Los ging es früh am Morgen Richtung Osten nach Agios Nikolaos und dann weiter um die Mirabellos Bucht herum zum ersten Stop nach Gournia. Hier findet man auf einem Hügel die Überreste der minoischen Stadt bzw die Ausgrabungen davon. Außer vielen Steinen, die wohl Grundmauern udn Treppen andeuteten, gab es aber wenig spektakuläres zu sehen.

DSC03819Also ging es weiter nach Sitía, einer kleinen Stadt im Nordosten. Unterwegs fuhr ich immer an der Küste entlang, bergauf und bergab und immer mit den tollsten Panorama Aussichten. Schade, dass man mit dem Auto nicht mal eben spontan am Straßenrand stehen bleiben kann um Fotos zu machen…

In Sitía angekommen schlenderte ich am kleinen Hafen entlang und gönnte mir eine Pita zum Mittag. Sitía war eine der letzten wenigen Städte, die ich vorher noch nie gesehen hatte, aber einmal reicht dann auch 😛 Immerhin konnte man dort sogar shoppen gehen. Wuhuu

Von Sitía ging es frisch gestärkt von der Nordküste runter zur Südküste ans Lybische Meer. DSC03855aDer erste Ort an der Küste war die Bucht bzw der Strand von Makrigialos und ich muss sagen, der Wasser war echt so unheimlich blau und tükis und flach und menschenleer. Einfach shön und eine tolle Kulisse. Da musste ich natürlich gleich mal ins Meer springen und hatte dann endlich mal Zeit für ein kleines Schläfchen. So ein Ganztagestrip auf eigene Faust ist schon etwas anstrengend…

Von Makrigialos führte die Straße direkt am Meer entlang bis nach Ierapetra, der einzigen Stadt auf der Südseite der Insel. Vor vielen Jahren waren wir mit der Familie schonmal dort aber nicht wirklich begeistert gewesen. Aber ich wollte ihr noch eine Chance geben und startete einen neuen Versuch, hab dann aber festgestellt, dass es immernoch nicht schöner geworden ist 😀 Die Stimmung vor allen in den Geschäften entlang der Hafenpromenade ist wie auf einem Bazar und bevor man auch nur einen Blick auf ein Kleidungsstück geworfen hat stand schon ein Mitarbeiter da und hat aufgezählt, was er alles noch im Angebot hat inklusive Preise und Farben.

Nach nicht mal 15 Minuten (für die ich 50 ct Parkgebühr zahlen durfte!..) hakte ich die Stadt ab und fuhr noch einmal nach Osten zurück. Unterwegs hatte ich nämlich ein kleines Schild mit der Aufschrift „Milonas Waterfall“ entdeckt. Und da noch etwas Zeit war, bog ich doch gleich mal ein, versuchte soweit wie möglich meinen Chevi über die Schotterpiste zu schicken und lief dann den Rest. Kann ja nicht weit sein, dachte ich mir und am Wegesrand gab es schließlich kleine rote Pfeile… Als ich nach 45 Minuten Fußmarsch oben auf dem Berg neben einem Antennenmast stand und weit und breit nichts zu sehen war, fühlte ich mich dann aber schon ein wenig veräppelt. Von wegen Wasserfall … Und dabei war ich bergauf gerannt weil ich soviel Rückenwind hatte.
DSC03877aIch stolperte also wieder den Berg herunter, rennend natürlich weil es sonst so lange gedauert hätte, und lief an einem weißen Schild vorbei, dass ich schon auf dem Hinweg gesehen hatte. Da man aber nur eine kleine Ecke gesehen hatte, bin ich vorbei gelaufen. Großer Fehler, denn darauf stand, dass sich dort der Eingang zum Wasserfall befindet und zwar genau in der anderen Richtung. Ich dummer Vogel… Naja ich war wieder hochmotiviert und rannte die 750 Meter immer den Pfeilen hinterher über Wege, die nicht mal einen Meter breit waren aber über einen ordentlichen Abhang führten.

Ich war natürlich so schlau und hatte kein Wasser zum Wassefall mitgenommen. Kann ja nicht soweit sein, war mein Gedanke. Dass ich dann stundenlang ohne Wasser durch die Nachmittagshitze gelaufen bin war natürlich nicht sehr schlau.
Umso erfrischender war dann der kleine aber schöne Wasserfall. Immerhin hatte sich der Weg doch noch gelohnt.

Inzwischen war es schon später Nachmittag und ich war wieder auf dem Weg nach Norden zurück nach Agios Nikolaos. Die Fahrt führte wieder durch die Lassithi Hochebene und ging erstaunlich schnell. Vielleicht waren die Straßen auch einfach leerer als vorher oder das Gaspedal ließ sich leichter treten…
Wie geplant kam ich pünktlich zum Sonnenuntergang um 20:30 Uhr im Club an und war einfach nur platt. Ich hab es gerade noch geschafft die Bilder vom Tag anzugucken und bin anschließend einfach eingeschlafen.

Wenn das mal kein erlebnisreicher Tag war.

route ostkreta  So und hier ist meine Route von insgesamt 270 km

 

 

 

 

Viel Spaß mit den Bildern 😉
Sonnige Grüße
Viola

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Kategorien: 2014, Beiträge Apr-Nov | Hinterlasse einen Kommentar

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