Tagesarchiv: 16/10/2014

Ha Schlucht – auf Kletterkurs

Der Plan für den letzten freien Tag sah eigentlich etwas anders aus. Mit dem Auto wollte ich Richtung Süden fahren und von dort mit dem Schiff zu einem kleinen Küstenörtchen. Kurz vor Abfahrt meinte Andi jedoch, dass die Fähren in der Nachsaison nicht mehr so regelmäßig fahren würden und ich vermutlich gar nicht ankommen würde. Na toll.. also Planänderung!

Der neue Plan führte mich ca 1 Stunde nach Osten hinter Agios Nikolaos zu einer kleinen Schlucht mit dem tollen Namen „Ha Schlucht“. Die Anfahrt war nicht unbedingt einfach, da es kaum Hinweisschilder gab. Aber nachdem ich 100 Mal von links nach rechts und wieder zurück gefahren war, fragte ich endlich mal einen Griechen und bekam den entscheidenen Tipp, wie und von wo ich an die Schlucht heran komme.

DSC04920aMan hätte mit dem Auto direkt bis an den Eingang der Schlucht heran fahren können, da ich meinem kleinen FIAT aber nicht so viel zutraute, ließ ich ihn lieber 100m davor an einer kleinen Kirche stehen. Das besondere an der Ha Schlucht war eigentlich nur der Eingang, der wie eine riesige Spalte aussah. Die ersten Meter bis zum Eingang konnte man noch relativ einfach hinaufklettern und sich das Innere ansehen. Dann hörte es aber auf. Um weiter klettern zu können hätte man Geschirr gebraucht oder zumindest Jemanden, der im Notafall helfen kann. Da ich aber allein dort war und beides nicht hatte, viel das schonmal weg.

Als geborener Kletteraffe lasse ich mich davon aber nicht abbringen und versuchte an der Seite der Schlucht Stein für Stein nach oben zu klettern und zerkratzte mir dabei an dem trockenen Gestrüpp ordentlich meine Beine. Aber wenn die Ziegen dort hochkommen, muss ich es ja auch schaffen – dachte ich. In ziemlich schwindelerregender Höhe beschloss ich dann trotzdem meine Klettertour zu beenden. Ohne Frage wäre ich noch gerne weiter hoch geklettert um von ganz oben in die Schlucht hineinzusehen. Aber dort oben in einigen 100m Höhen und ohne Begleitung hielt ich es doch für sinnvoller umzukehren.

DSC04923Der Abstieg war leider nicht weniger leicht als der Aufstieg da man ständig abrutschte und die Schwerkraft eben immer der Sieger ist 😉

Aber letztenendes bin ich wieder heil am Boden angekommen, genoss die Ruhe und den Ausblick vom Inneren der Schlucht aus und träumte dort so vor mich hin.

DSC04960aAuf dem Weg zurück nach Hause an der Küste entlang sah ich überall auf dem Meer Schaumkämme ohne Ende. Geil, dachte ich mir, super Wind zum Surfen, ich hab frei und sogar noch ausreichend Zeit. In Gedanken überlegte ich mir schon welche Segel- und Brettgröße ich wohl nehmen sollte und fuhr so schnell es ging (und erlaubt war) zum Club und stürmte zum Hotel. Dort gabs dann aber nichts als Wellen und keinen Wind. Na super. Und so döste ich den Nachmittag an der Waspo herum und ohne dass ich es merkte, waren auf einmal der Nachmittag und auch der Abend vorrüber und wieder mal ein freier Tag zu Ende.

Dann mal viel Spaß mit den Schluchtenbildern 😉

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Kategorien: 2014, Beiträge Apr-Nov | Ein Kommentar

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