Tagesarchiv: 22/10/2014

Loutro – kleines Erholungsparadies

nachdem ich meinen Plan, nach Loutro zu fahren, am letzten freien Tag verschieben musste, hab ich dies nun endlich nachgeholt.

Die Strecke war nicht ohne, 3 Stunden am Stück fuhr ich quer über die Insel, erst an der Nordküste entlang bis nach Rethymnon und von dort durchs Innere der Insel an die Südküste nach Chora Sfakion. Es ist immer wieder erstaunlich, wie vielseitig diese Insel doch ist. DSC05092aAb Rethymnon fühlt man sich wie auf einer anderen Insel, flache Sandstrände, Palmen, Laub- und sogar Nadelbaumwälder, viele schöne Serpentinenstrecken durch die Berge und ständig Ausblick auf die wunderschöne Landschaft. Und immernoch ist alles unglaublich grün hier.

Ohne mich auch nur ein einziges Mal zu verfahren!!! (und das wiedermal ohne Straßenkarte sondern nur dank der ausgeschilderten Orte) erreichte ich gegen Mittag Chora SfakionDSC05112 an der Südküste und fand ein kleines, beschauliches Örtchen vor, indem alle Häuser weiß gekalkt und die kleine Hafenpromenade ansprechend gestaltet war. Nach einem kleinen Rundgang kaufte ich mir das Ticket für die Fähre und wenig später ging es auch schon los.

Die Fahrt dauerte nur 20 Minuten und führte an steilen Felshängen vorbei hin zum kleinen Weiler Loutro. Die Siedlung erreicht man nur per Boot oder, wie ich von Andi erfahren habe, über umständliche Wege und Klettereien auch zu Fuß. Dort angekommen setzte irgendwie sofort die Entspannung ein. Kein Auto, kein Moped, keine Menschenmassen, einfach nur Ruhe.

DSC05151aZuerst sah ich mir die Küste noch etwas genauer an und kletterte an den Felsen antlang und genoss die Aussicht auf Loutro und das traumhaft türkise Meer. Etwas später erreichte ich eine kleine Kirche wo ein deutsches Pärchen saß und die Landschaft abzeichnete bzw auf der Flöte spielte. Seehr entspannend. Ich setzte mich eine Weile dazu und lauschte der Musik und wanderte dann weiter zu einer Art Mini Kirche in einer Felswand direkt am Meer. Nachdem ich unzählige Foto- und diesmal sogar auch Videoaufnahmen gemacht hatte, kletterte ich zurück zur Siedlung und schlenderte am Wasser entlang und an den vielen kleinen, weißen Häuschen vorbei. Hier gab es neben mehreren Pensionen auch eine Schule, einen kleinen Markt und eine Hafenpolizei, die nebenbei auch die Liegen vermietete 🙂

Der kleine Strand war zwar ganz gut besucht, vor allem von vielen Backpackern und Familien, die die Ruhe dort schätzten, aber trotzdem war es extrem ruhig und gelassen dort. Auf meiner Liege bin ich spontan eingeschlafen und erholte mich von der langen Fahrt. Bevor mein Schiffchen wieder zurück fuhr, setzte ich mich noch in ein DSC05174aCafé, bestellte nichtsahnend einen O-Saft und eine kleine Portion Joghurt mit Honig und Früchten und bekam einen riesigen Becher mit vielen verschiedenen Früchten und frischgepressten Saft. Und das bei einer Kulisse, die man kaum beschreiben kann. Selbst im kleinen Hafen war das Wasser glasklar und türkis. Vom Café nebenan krächste noch ein Papagei der wahlweise aber auch mal Hallo rief, Frauen hinterher pfiff oder wie eine Katze miaute 😀

Dann kam leider schon das Tuten und wenig später ging es mit einem kleinen Bötchen für vielleicht 20 Leute, zurück nach Sfakion. Hach war das schön.

DSC05210aAuf dem Weg nach Hause hielt ich noch in Frangokastello. Seit Jahren wollte ich schon immer dort hin, aber nie lag etwas auf dem Weg, sodass es jedes Mal ein Umweg gewesen wäre. Diesmal hat es jedoch gepasst und so konnte ich mir die kleine venezianische Festung (von 1371) am Meer angucken und die Wachtürme besichtigen. Mehr als Grundmauern findet man im Inneren der Festung jedoch nicht.

Anschließend ging es den ganzen weiten Weg zurück nach Hause. Mein Ziel war es, vor Sonnenuntergang DSC05213adie Nordküste zu erreichen um dann bei Dunkelheit nur noch über die Autobahn und nicht durch die Serpentinen in den Bergen fahren zu müssen. Der Plan funktionierte und mit einem traumhaften Sonnenuntergang im Rücken fuhr ich an der Nordküste zurück. Die letzte Stunde ab Bali fuhr ich dann in völliger Dunkelheit und war am Ende echt platt. So lange die Konzentration zu halten bei 130km/h und ständig entgegenkommenden Lichtern erfordert echt viel Energie.

Zu Hause angekommen schaffte ich es nicht mal mehr zu essen und fiel gegen 10 Uhr erschöpft ins Bett. Natürlich war es mal wieder mein eigener Fehler an meinem freien Tag so lange Touren auf mich zu nehmen, statt mich von der Arbeit zu erholen ABER so bin ich eben und es hat sich allemal gelohnt. Man will ja seinen Lebensraum kennen und kennenlernen 😉

Loutro

Und hier noch meine Strecke von 445 km.

Wenn ihr die Bilder seht, werdet ich mich sicher verstehen können!
Viel Spaß damit

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Kategorien: 2014, Beiträge Apr-Nov | Hinterlasse einen Kommentar

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