Vai – Palmen, Strände, Klöster

Es ist Freitag!! Ein guter Tag um mal wieder die Insel zu erkunden, alte Erinnerungen aufzufrischen und neue hinzu zu fügen.

DSC07850aFrüh morgens um 9 Uhr startete ich Richtung Osten, vorbei an Agios Nikolaos und Sitia bis zum nord östlichsten Teil der Insel. Erster Halt war das Kloster Toplou, ein festungsartiges Gebäude mit Kirche und Museum. Das Kloster liegt auf einer Hochebene und zeigt viele wertvolle Ikonen und Fresken sowie zahlreiche historische Kupferstiche und Holzschnitte. Laut Nikos, unserem externen Wassersportler, ist das Kloster eines der wohlhabendsten der Insel. Die Mönche sollen sehr guten Wein, Öl und Raki herstellen und dabei ziemlich gut verdienen.

Vom Kloster ging es direkt zum Palmenstrand von Vai. Vor fast genau 8 DSC07896aJahren war ich das letzte Mal mit meiner Familie dort und wie bei allen Orten, an denen wir sonst zu Viert waren, war es schon komisch auf einmal allein dort zu sein und sich an bestimmte Momente und Orte zu erinnern… Der eigentliche Palmenhain ist für Besucher leider gesperrt, aber der Strand am Rande des Hains ist immerhin auch mit vielen Palmen bewachsen. Auf der einen Seite des Strandes gibt es einen großen Felsvorsprung von welchem aus man einen wunderbaren Ausblick auf Strand, Palmen und das Meer hat. Auf der anderen Seite schließen viele kleinere Buchten und Strände an, die weitaus weniger stark besucht werden, aber genauso lohnenswert sind.

Das Meer war trotz Steinplatten im Uferbereich super schön. Warmes, klares Wasser und kein bisschen Wellengang trotz Wind. Zum Glück war nicht der gesamte Strand mit Liegen und Schirmen übersät, sodass ich noch ein schönes, ruhiges Plätzchen direkt am Ufer bekam und mein verdientes Nickerchen halten konnte. Gut 2,5 Stunden Fahrt strengen allein echt an…

Nach dem Nickerchen startete ich noch eine ausgiebige Fototour durch und entlang des Palmenhains und dann hieß es auch schon Abschied nehmen.

DSC07925aDas nächste Ziel war der Nordteil der Insel, genauer gesagt die Überreste der antiken Stadt Itanos. Davon übrig geblieben sind nur noch die Ruinen zweier frühchristlicher Basiliken. Vor Ort gibt es nicht viel mehr außer glasklares Wasser mit kleinen, einsamen Stränden, eine handvoll kleiner, unverputzter Häuser (in denen auch Menschen unter einfachsten Verhältnissen leben) und die typischen kretischen Dattelpalmen. Am Strand waren nur ein paar Griechen zu finden, die es sich mit Radio, Klappstühlen und Picknickkorb gemütlich gemacht hatten. 🙂

Weiter ging es zum Kap Sideros, der eigentlichen Nordspitze Kretas. Leider wurde sie vom Militär als Sperrgebiet reklamiert aber die Fahrt dorthin lohnt sich schon alleine der Aussicht wegen.

DSC07969aDann war es auch schon wieder Zeit für die Rückfahrt und die letzten Haltepunkte. Kurz hinter Sitia befindet sich das kleine Kloster Faneromeni. Die Fahrt dorthin verläuft gut 2 km bergan und parallel zu einer Schlucht, deren Namen niemand zu kennen scheint… Auf einer Terrasse hoch über der Schlucht befindet sich schließlich das verlassene Kloster welches vermutlich im 15. Jh gegründet wurde. Eine ältere Griechin versuchte mir auf Griechisch zu erklären, was die einzelnen Fresken bedeuten und wie alt sie wohl sind und noch einiges mehr. Erstaunlicherweise habe ich recht viel verstanden und sie sogar meine Fragen zu den Bildern 😀

Eigentlich hatte ich noch vor, eine kleine Ausgrabung zu besichtigen, die irgendwo zwischen Fenchel- Oregano- und Thymnianbüschen liegen sollte. Es sollen die Ruinen des einzigen ovalen Gutshof gewesen sein. Aber auf halber Strecke war mir der Weg zu skurril und ich drehte wieder um und fuhr weiter Richtung Heimat.

Der Sonne entgegen ging es nach Hause und ich beendete den Tag bei einem kühlen Smirnoff Ice und einem schönen Filmchen 🙂

Momentan dürfen wir uns hier seit einer Woche über nahezu Windstille und Temperaturen um die 35°C und mehr freuen. Schon schön, wenn man am Meer arbeitet und sich regelmäßig abkühlen kann… Aber wem sage ich das, wenn ihr vor einigen Wochen mit den gleichen Temperaturen beglückt wurdet?! 😀

In diesem Sinne sonnige Grüße von der Insel und viel Spaß mit den Bildern!

Und vorher noch die obligatorische Fahrtroute diesmal „nur“ rund 260 km.

vai itanos

Eure Viola

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Kategorien: 2015, Beiträge März-Nov | Hinterlasse einen Kommentar

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