Das neue Jahr begann reisefreudig und startete direkt mit einem Urlaub in Ägypten, genauer gesagt im ROBINSON Club Soma Bay, wo ich auch das letzte Jahr gestartet hatte.
SA Noch vor dem Aufstehen um 7 Uhr ging der Flieger von Berlin nach Hurghada. Knapp 5 Stunden später landeten wir und nachdem ich erstaunlich schnell das ganze Visaprozedere hinter mich gebracht und meinen Koffer voll Salami, Bratwürsten und Gummibären vom Band gefischt hatte, wurde ich vom Wassersportleiter Torsten in Empfang genommen. Wenn das mal kein Service ist 🙂 Auf der Fahrt zum Club erfuhr ich schon sämtliche Neuigkeiten zur Silvesterparty, den vorhergesagten Windverhältnissen und dass es durch den guten Wind verhältnismäßig frische Temperaturen hat.
Im Club angekommen bekam ich mein Zimmer, stellte den Koffer ab und nach einem kurzen Snack im Beachrestaurant saß ich keine 2 Stunden nach Landung bereits an der Wassersportstation und begrüßte die Jungs und Mädels, von denen ich fast alle noch vom Vorjahr kannte. Der Wind war vielversprechend und innerlich juckte es mich total aufs Wasser zu gehen und gleich die ersten Schläge mit dem Surfbrett zu fahren. Wenn da nicht diese tatsächlich frischen Temperaturen wären… Ich vertagte das Ganze auf den nächsten Tag und sah erst mal nur zu 🙂
Am Abend kam dann die Müdigkeit durch. Immerhin waren wir im Club ganze 2 Stunden vorraus (1 Stunde für Ägypten und eine zusätzliche Stunde durch die eigene Clubzeit!). Schon im Halbschlaf schlenderte ich durchs Buffet, lauschte dem Tischgespräch welches irgendwo zwischen Kitesurfen und Golfen verlief … und nahm anschließend den direkten Weg ins Bett.
SO Der nächste Tag startete sportlich. Früh um 9 Uhr saß ich schon im
Stretch&Relax Kurs um mich anschließend gleich aufs Brett zu schwingen und durch das Rote Meer zu düsen. Am Nachmittag stand Segeln auf dem Plan und zusammen mit Björn von der Waspo fuhr ich meine erste Catamaran Regatta mit. Bei gutem Segelwind um die 4 Bft segelten wir auf den zweiten Platz nach Torsten, der mit einem Gast segelte und für die Windverhältnisse einen klaren Gewichtsvorteil hatte 😛
Nach der Regatta kamen alle Segler zu einer Auswertung zusammen bei der die taktischen Möglichkeiten besprochen und das Geschehene ausgewertet wurde. Total interessant dieses ganze Gerede um Taktik, Manöver und Bootsbeherrschung.
Nach dem Essen sahen wir uns noch die Show „So Motion“ an und ließen den Abend bei einem Gläschen Havana Cola ausklingen. Wir müssen ja langsam starten …
MO+DI Auch an den nächsten Tagen ging es wieder aufs Wasser. Je nach Wind mit dem Catamaran oder dem Surfbrett. Irgendwas ging immer 😉 Und wenn man den Tag mit einem Yoga Kurs beginnt, läuft alles gleich wie geschmiert. Sogar ein bisschen Leichtwind Tricksen beim Surfen war kurz vor Feierabend noch drin.
Und damit wir nicht auf dem Trockenen sitzen, ließen wir die Abende bei Champus oder Havana und einem traumhaften Sonnenuntergang ausklingen. Dazu ein bisschen Gitarrengeklimper – was für ein Leben…
MI Der Mittwochmorgen startete ziemlich windarm sodass ich mich für einen Ausflug zum einige Minuten entfernten
Steg entschied. Dieser befindet sich ca. 20 Gehminuten vom Hotel entfernt und geht ein paar hundert Meter ins Rote Meer hinein. Von hier starten die Taucher zu ihren Ausflügen oder man bleibt wie ich am Steg sitzen und sieht sich das Ganze von oben an. Den Unterwasserpart kann schließlich die GoPro erledigen 🙂 Als der Wind dann auffrischte und das Wasser unruhig wurde, wechselte ich zur Waspo wo um 12 Uhr mittags die nächste Regatta anstand.
Diesmal sollte Einhand gesegelt werden, an den Start gingen die Waspo Mitarbeiter sowie Mark und Dani, zwei Gäste und meine Wenigkeit. Als der Wind kurzfristig auffrischte kamen Ivi, einer Waspo Mitarbeiterin und mir leichte Zweifel, ob unser Gewicht ausreichen würde und kurzerhand entschieden wir zusammen zu segeln. Wir gewannen zwar nicht, aber wir kamen ohne Kenterung und U-Boot-Führerschein durch! 😛 (Ich mag dich auch, Mark…)
Am Nachmittag starteten wir dann die öffentliche Team Regatta, auch wenn der Wind jetzt besser für Einhand gewesen wäre. Jetzt lagen die leichten Fahrer deutlich im Vorteil und das „HavanaClub Werksteam“ um Torsten und Mark konnte dem „Team Rapante“ mit Björn und mir leider nur von hinten zusehen 😛
Nach einem harten Battle mit Ivi und Dani konnten wir das Rennen erst auf der Ziellinie entscheiden und den 2. Platz dank technischer Kniffe holen. Der erste Platz war eh schon weit vorne durchs Ziel gegangen.. Es folgte die Nachbesprechung und Auswertung und mal wieder ein gemütliches Sit in mit Blick auf den Sonnenuntergang.
Gerade noch rechtzeitig schafften wir es alle frisch geduscht und umgezogen zum Gala Aperitif. Der Abend samt gemeinsamen Essen mit der Waspo und einer tollen Show endete wie immer am Schachbrett mit netten Drinks und interessanten Unterhaltungen.
DO Der Donnerstag startete wieder sehr windarm. So entschieden Ivi, Dani und ich spontan zu einer SUP Tour aufzubrechen. Es sollte anfangs nur zum benachbarten Kite House und den kleinen Riffen gehen. Am Ende wurde aber eine 3 stündige und fast 8 km lange Tour daraus, da wir noch bis zur anderen Seite der Bucht und quer zurück paddelten.
Den Rest des Tages verbrachten wir dösend auf der Liege. Für das Gewissen haben Dani und ich aber immerhin ein Boot reserviert – der Wille war da…
Am Abend dann ein weiteres Highlight. Mark lud die gesamte Waspo ins benachbarte Kempinski Restaurant zum Essen ein und großzügiger Weise auch Dani und mich. Es sollte ein Dankeschön für den tollen Urlaub und die vielen spontanen Babysitterdienste für seine Kinder sein. Dabei haben wir das doch alle mehr als gerne gemacht 🙂 Das Essen war super lecker, der Wein fantastisch und die Stimmung ausgelassen und wie unter guten Freunden.
FR Und da war er auf einmal schon, der letzte Tag 😦 Am Morgen besuchte ich noch ein letztes Mal den Yoga Kurs und grüßte die Sonne, damit sie endlich mal herauskam. Denn der Himmel war mehr als diesig und von einer dicken Schicht Wüstensand bedeckt. Man konnte kaum das andere Ufer der Bucht sehen.
Aber der Wind war mal wieder so verlockend und endlich passte es, dass ich zusammen mit Torsten segeln gehen konnte. Und bei guten 5 Bft und leichter Welle heizten wir über das Wasser und ich bekam das Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht. Ein paar Mal stachen wir mit den Bugspitzen so tief ein, dass ein Stecker nicht mehr lange auf sich warten ließ. Aber relaxed wie Torsten ist, mit seinem trockenen, norddeutschen Humor kam ich gar nicht dazu, mir Sorgen zu machen 😀
Am Nachmittag ging ich nochmal mit Mark aufs Wasser und steuerte teilweise ohne Sicht über das Meer. Schon komisch wenn man kein Ufer und nur Sand in der Luft sieht. Aber irgendwo kommt man ja immer ans Ufer …
Den Abend ließen wir bei einer großen Rum-Runde ausklingen, das „groß“ ist dabei auf die Teilnehmerzahl bezogen 🙂 Als es dunkel wurde, und sich der Großteil der Gäste zum Essen verabschiedet hatte, packten wir den Grill aus und freuten uns über unsere Rostbratwürste mit Ketchup und Senf – wer braucht schon ein Buffet? Ein wunderbarer Ausklang einer intensiven und erlebnisreichen Woche!!
SA Am Samstag Morgen packte ich noch meine letzten Sachen
zusammen, döste ein paar Stunden an der Waspo und dann wartete schon das Taxi auf mich. Torsten, Dani und Mark kamen sogar zur Verabschiedung und mehr als glücklich ging es zum Flughafen und ab nach Hause in den Schnee…
Mit der Erkenntnis, dass eine Woche definitiv zu wenig war, freue ich mich nun schon auf den nächsten Urlaub und behalte tatsächlich ausschließlich schöne Erinnerungen im Gedächtnis. Zu verdanken habe ich das der tollsten Reisegruppe, die ich nur haben konnte! Danke an Mark & Familie, Torsten, Jule, Björn, Ivi, Lara und den Rest der Waspo und natürlich Dani 🙂 Ich hoffe, ich habe keinen vergessen 😀