Monatsarchiv: Mai 2016

Santorin Part 1 – Spaziergang am Vulkankrater

Santorin – DER Klassiker unter den Griechenland Reisezielen. Fast Jeder war schon mal dort gewesen, hat es irgendwann man vor oder kennt zumindest die Bilder mit weißgetünchten Häusern und blauen Kuppeldächern.
Auch meine Eltern hat es schon mehrmals auf die Insel verschlagen und nach so viel Schwärmerei musste ich mir das Ganze endlich mal selbst ansehen. Also auf nach Santorin!

Die Anreise ging eigentlich relativ fix. Zwar musste ich erst mit dem Moped in den nächsten Ort fahren, von dort mit dem Linienbus zum Hafen und dann dauerte es nur etwas mehr als 2 Stunden bis ich mit dem Schnellkatamaran die Inselhauptstadt Fira erreichte. Und auch wenn es Viele wahrscheinlich wissen, hier noch mal ein paar kurze Infos zu Santorin:

DSC01856Santorin, oder auch Thira genannt, ist ein kleiner Archipel der südlichen Kykladen und befindet sich ungefähr 77 km nördlich von Kreta. Knapp 15.000 Menschen leben hier, der Großteil davon auf der Hauptinsel Santorin. Nach dem wahrscheinlich „größten Vulkanausbruch der Menschheitsgeschichte“ um 1450 v. Chr. zerfiel die Insel in 3 Teile und hinterließ den äußeren Teil der Insel, heute Santorin, sowie die beiden Inseln Thirassía und Asprónissi. In der Mitte entstand ein Krater mit bis zu 360m hohen Steilwänden, welcher durch das Meer geflutet wurde. Der überwiegende Teil der Siedlungen befindet sich nun direkt am Kraterrand und nur ein kleiner Teil auf dem flach abfallenden Teil des Landes auf der äußeren Inselseite.
DSC01928Nun bedeckt eine 60m dicke Asche- und Bimsschicht die Inselteile und bietet somit perfekte Bedingungen für den Anbau von Wein und Tomaten. Der Vulkan ist übrigens immer noch am Brodeln, auf den Vulkaninsel im Inneren des Kraters steigen auch durchgängig Schwefeldämpfe auf, dazu dann später 😉 Auf jeden Fall ist Santorin eines DER Touristen Highlights weshalb Tag für Tag Unmengen an Kreuzfahrtschiffen, Ausflugsdampfern und Privatbooten den Krater durchqueren.

So, jetzt wisst ihr Bescheid 🙂 Dann kann ich ja nun von meinen Erlebnissen berichten!

Nachdem ich also im Athinos Port, etwas südlich von Fira gelegen, angekommen war, wurde ich von einem Privattaxi abgeholt und zu meiner Unterkunft gebracht. Wir unterhielten uns sehr nett und der Fahrer zeigte mit Fotos von sich im Schnee irgendwo in Deutschland, wo er wohl im Winter als LKW Fahrer arbeitet. Auf dem Weg ging es zunächst über Serpentinen den Krater hinauf und ich bekam einen ersten Eindruck von den riesigen Kraterwänden und Steilhängen. Die Unterkunft war schnell gefunden und mit Hilfe eines Inselplans versuchte ich nun erst einmal eine Orientierung zu bekommen, denn in allen Richtungen konnte man aufs Meer gucken und bisher sah die Stadt auch mehr nach einer normalen griechischen Stadt aus, statt nach den typischen weiß blauen Häusern, die ich erwartet hatte.

DSC01853Und so spazierte ich an der Hauptstraße entlang Richtung Norden um zur zweiten größeren Siedlung nach Oia zu kommen. Von dort soll man eine traumhafte Kulisse für den Sonnenuntergang finden, also los. Von Fira aus läuft man immer am Kraterrand entlang und läuft dabei durch die angrenzenden Dörfer Firostefani und Imerovigli hindurch. Und endlich kamen mal die kleinen, engen Gassen mit weißgetünchten Häusern, die ich erwartet hatte. Immer wieder hatte man einen neuen Blick auf die Kraterwand und die vielen Hotels, die soweit es ging in den Hang gebaut wurden und immer wieder sah es beeindruckend aus! Keine Ahnung wie viele Fotos ich von den gleichen Motiven nur aus anderen Blickwinkeln gemacht habe 😀

DSC01964Von Fira aus sind es ungefähr 11 km bis in den Norden nach Oia. Sobald man das letzte Dorf Imerovigli verlassen hat, läuft man aber nur noch an der Straße entlang ohne großartige Highlights. Und so entschied ich kurzer Hand in den lokalen Bus zu steigen und die restlichen Kilometer zu fahren. Gute Idee! Denn so blieb mir noch genug Zeit durch Oia zu laufen und die ganzen kleinen Läden zu durchstöbern. Mehr als die Tourishops hier oder die großen Ketten in Heraklion habe ich seit langem nicht gesehen und so waren die ganzen Boutiquen und Kunstläden ein Traum für mich. Oia selbst war so wie ich mir Santorin vorgestellt hatte. Enge verwinkelte Gassen, tolles Panorama egal wo man sich befindet und Häuser, die sogar in die natürlichen Grotten der Kraterwand hineingebaut wurden. Und nicht zu vergessen die ganzen Torbögen, die teilweise einfach nur allein dastehen und wie ein Bilderrahmen wirken.

Kurze Zeit später war es dann Zeit für das lokale Highlight des Tages – den Sonnenuntergang. Bei meinen Spaziergängen durch das Dorf hatte ich mir vorher den Besten Platz ausgesucht und gesichert und meine Kameras positioniert. Und dann hieß es nur noch abwarten und genießen, wie die Sonne sich langsam dem Horizont nähert und hinter den Vulkaninseln schließlich ins Meer plumpst. Was für ein Anblick und viel mehr was für ein Panorama!! Und das Schöne hier auf Santorin, nach jedem Sonnenuntergang gibt es großen Beifall, als wäre ein Theaterstück zu Ende gegangen. Anschließend pilgerte die Masse durch die Gassen zurück zu den Bussen um zu den umliegenden Dörfern zurück zu kehren. Ich blieb jedoch noch eine Weile sitzen und sah mir an, wie nach und nach die Lichter angingen und alles mit einem Blauschleier belegt wurde – toller Anblick und absolut lohnenswert!
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Ich machte mich dann auch auf den Weg zum Bus und war mal richtig clever! Natürlich hab ich mich zunächst in die Schlange eingereiht, als diese aber einen Knick machte und ich genau im Knick stand, war ich auf einmal ganz hinten. Denn wer folgt denn erst der Schlange, wenn das Ende der Schlange genau neben dem Bus steht? Also pirschte ich mich an den Leuten vorbei durch ein Geschäft hindurch und stand dann an dessen Ausgang direkt vorne in der Schlange – wuhuuu clever gemacht. Natürlich stieg ich dann als eine der Ersten ein und ja, ich war froh drüber, denn die anderen, die brav im „Knick“ stehen geblieben waren, kamen nicht mehr in den Bus und mussten leider auf den nächsten warten… 😛

Santorin 1Zurück in Fira schlenderte ich durch die nächtlichen Gassen, aß noch einen letzten Happen und dann ging es gemütlich zum Hotel zurück. Unterwegs entdeckte ich dann auch mal die andere Seite der Stadt, die zum Krater hin zeigt und wo sich auch die ganzen Gassen, Kirchen, Shops und Bars befanden. Na endlich gefunden, jetzt war ich angekommen 🙂 Im Hotel schaffte ich es gerade noch zu duschen und einen Blick auf die Karte zu werfen um mir ein paar Gedanken zum nächsten Tag zu machen. Und dann schlief ich erstaunlich schnell und erstaunlich gut in meiner ersten Nacht auf einer Vulkaninsel 🙂

Viel Spaß mit den Bildern und mal sehen, wie viel die bereits dort Gewesenen unter euch wieder erkennen!

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Kategorien: 2016, Beiträge Mär-Nov | Hinterlasse einen Kommentar

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