Koh Samui – Inselrundfahrt mit Mr. Thai

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht!! Eine ganze Woche sind wir nun schon in Thailand unterwegs und haben in der Zeit bereits 5 verschiedene Orte besucht. Als nächstes standen zwei Inseln auf dem Plan – die Touristenhochburgen Koh Samui und Koh Phangan.

KHAO LAK

DSC06195 KopieDer Morgen startete mit einem letzten Frühstück in unserem kleinen Resort in Khao Lak und dann wurden wir auch schon von unserem Taxi abgeholt. Zum Glück hatten wir am Vorabend schon unsere Rucksäcke gepackt! Die Fahrt zum Flughafen dauerte ganze 1,5 Stunden. Am Flughafen in Phuket erwartete uns dann schließlich das große Krabbeln. Überall Menschen, die ziellos hin und her irrten 😀 Aber Leisereiter Viola hatte alles im Griff und so checkten wir schnell ein, waren um einiges an Gepäck leichter und nach einem Mittagessen in der Abflughalle ging es ab in den Flieger und mit der Propellermaschine nach Koh Samuiiii 🙂 Auf, zu Thailands drittgrößter Insel mit immerhin 50 000 Einwohnern verteilt auf rund 230 km².

Der Flug dauerte nur knapp eine Stunde und führte über die Phang nga Bay mit ihren vielen, kleinen Inseln und das Festland. DSC06249 KopieWir bestaunten Flussläufe, Buchten und Inseln und freuten uns schon darauf, das Ganze bald hautnah zu erleben. Aber bis dahin dauert es noch ein paar Tage… Erst mal waren wir erstaunt, dass wir sogar auf einem 1 Std Flug ein warmes Mittagessen bekommen haben – Bangkok Airways sag ich nur 😉
In Samui angekommen war schon der Flughafen ein kleines Highlight. Wie ein kleiner Freizeitpark sah er aus mit seinen bunten Blumenbeeten, kleinen Holzhäuschen und lustigen Bussen. Im Terminal gab es immerhin 2 Kofferbänder und zur Freude aller Beteiligten erreichten sogar alle Rucksäcke den Flughafen 🙂

Unser Transfer war natürlich schon organisiert und so ging es ohne großes Warten nach Chaweng zu unserem Hotel Baan Hin Sai Resort. Die Anlage war super schick! Die Rezeption war ein großer, offener Holzpavillion und die verschiedenen Häuser waren in den großen, grünen Garten integriert. Zwar gab es keinen direkten Strandzugang, dafür aber mehrere Pools auf Etagen verteilt und sogar einen Infinity Pool gab es huuiii! 🙂 Unsere Zimmer lagen ziemlich weit auseinander und waren auch etwas unterschiedlich aber trotzdem beide sehr schön und sauber. Die Orientierung im Hotel fiel uns jedoch noch etwas schwer.. und auf dem Weg von unserem Zimmer zum Zimmer der Jungs haben wir uns doch glatt verlaufen 😀

Eigentlich hatten wir ja für den nächsten Tag geplant, mit einem Roller die Insel zu erkunden. Aber der Verkehr auf der Insel und vor allem die Straßen gefielen mir nicht sonderlich. Dazu kam, dass es in Thailand Linksverkehr gibt und Paddy noch nie Roller gefahren ist. Also musste der Reiseleiter wieder ran und wie durch ein Wunder konnte ich noch eine private Inselrundfahrt organisieren. Sowohl die Tour als auch unser Fahrer waren ein Volltreffer – aber dazu später!

DSC06279 KopieErst einmal ließen wir uns mit dem Taxi zum Lamai Beach fahren wo wir noch die letzten Sonnenstrahlen genießen konnten. Lamai ist ein relativ langer Strand mit hellem, weichen Sand und rundgelutschten Steinen an den äußeren Stellen. Hier genossen wir also unser erstes Bad im Golf von Thailand. Später spazierten wir am Strand entlang und entschieden uns schließlich dazu, auch gleich dort zu essen. Nach langem Hin und Her einigten wir uns auf ein recht teures Restaurant direkt im Sand und nur wenige Meter vom Meer entfernt. Das Essen war ganz ok und zum Abschluss gab es sogar noch eine ziemlich gute Feuershow. Völlig fertig vom Tag fuhren wir irgendwann mit dem Taxi zum Hotel zurück und fielen direkt ins Bett.

KOH SAMUI

Die Nacht war kurz aber sehr gut und auch das Frühstück ließ keine Wünsche offen. Etwas oberhalb saßen wir auf einer Terrasse mit Blick auf den oberen Pool und die gesamte grüne Hotelanlage. Es gibt wirklich schlimmere Orte zum Frühstücken 🙂

DSC06294 KopiePunkt 9 Uhr wurden wir von „Mr. Thai“ abgeholt und super freundlich begrüßt. Eigentlich sollte ja sein Bruder Mr. Samui kommen aber mit Mr. Thai waren wir auch zufrieden 😀 Mit unserem Luxus Van ging es also los und schon nach 5 Minuten erreichten wir unseren 1. Stop – den Silver bzw. Crystal Beach der nur über einen Weg durch das dortige Hotel zu erreichen war. Ein super schöner, kleiner Strand mit feinem Sand und geschützt in einer kleinen Bucht. An den Seiten gab es wieder die typischen rundgelutschten Steine, die ein bisschen Seychellen Feeling vermittelten. Nach einem DSC06307 Kopiekurzen Fotostop steuerten wir auf unser nächstes Ziel zu. Die Felsen von Hin Ta und Hin Yai oder auch Großmutter und Großvater Felsen genannt. Die Felsen am Ende des Lamai Strandes haben die Form von Genitalien und sollen der Legende nach ein Ehepaar darstellen, welches hier Schiffbruch erlitten hatte und versteinert wurde. Naja lustig anzusehen ist es wirklich, aber erstaunlich wie sowas zu einem Touristen Highlight geworden ist 🙂 Mr. Thai gab uns die nötigen Erklärungen zu den Felsen und machte ein paar tolle Fotos von uns. Dann bekamen wir noch ein bisschen Zeit zum shoppen und Verena und Benni ließen sich leckeres Kokoseis serviert in einer Kokosnuss schmecken.

Unser nächster Halt sollte der Red Temple Lamai sein aber wegen einer Beerdigung war dieser leider für Besucher geschlossen und so fuhren wir direkt weiter zum Fischerdorf von Hua Thanon im Südosten von Samui. Gerade in Ufernähe gab es unzählige Holzhütten, die alle samt auf Stelzen gebaut sind und ihre Bötchen direkt vor der Tür zu stehen haben. Leider war es dort ziemlich müllig, vor allem am Ufer und für uns war es schon schwer zu verstehen, wie Menschen so leben können und das als „Normal“ empfinden. Aber das Dorf hatte auch andere Seiten zu bieten. So brachte uns Mr. Thai zu einem Markt mit Fisch, Fleisch und Gemüse und erklärte uns alles Mögliche zu den verschiedenen Lebensmitteln. Der Markt sollte der Beste der Insel sein und sogar er würde seine Einkäufe nur hier tätigen, auch wenn er dafür eine lange Fahrtzeit in Kauf nimmt. Und tatsächlich machte er einen sauberen und frischen Eindruck.

DSC06337 Kopie5. Station war die Laem Sor Pagoda ganz im Süden der Insel. Eine kleine Anlage mit einer goldenen Pagode, die mit Hilfe von 1.000 Helfern restauriert wurde und frei zugänglich ist. Eigentlich ist sie gar nicht golden, sondern aus einem gelbfarbenen Gestein gebaut, welches von weitem golden aussieht 😉 Neben der Pagode gab es noch eine Wachsfigur eines Mönchs in einem Glaskasten zusammen mit einem Boot. Dieser Mönch soll damals die Pagode gebaut und dazu sein Boot genutzt haben. Die Menschen kommen regelmäßig hier her um für etwas zu beten und wenn ihr Wunsch in Erfüllung geht, kaufen sie ein kleines Boot und geben es zum großen des Mönchs hinzu. Und schließlich gab es noch die bekannten Geldschalen für die Götter jedes Wochentages – der Mittwoch hat sogar zwei Götter.

Als nächstes folgte ein kulinarischer Spontanstop in der Magic Alambic Rum Destillery. Irgendwie hatte uns das Schild beim Vorbeifahren so nett angelächelt, dass wir einfach halten mussten 🙂 Zunächst sahen wir uns die kleine Anlage an, auf der sich die großen Tanks und Lager vom Zuckerrohr befanden. Ein paar Arbeiter waren gerade dabei, das Zuckerrohr zu bearbeiten und durch die Presse zu schicken. Dann kamen wir schließlich zum wichtigsten Teil, der Verkostung 🙂 Wir bekamen jeder einen Shot mit Rum und einen weiteren, der mit einem Sirup versüßt war. Da nicht alle von uns unbedingte Rumfans waren, „opferten“ sich die anderen netterweise, um die Gläser nicht voll zurück zu lassen. Wer das jetzt war erwähne ich mal nicht 😀 Verena trank den Sirup auf jeden Fall pur und Benni freute sich den Rest des Tages seines Lebens – so viel kann ich verraten hihi…

Nun gut, Kultur stand wieder auf dem Programm und wir besuchten einen mumifizierten Mönch im Glaskasten. Angeblich konnte er seinen Todestag genau voraus sagen und verweilte bis dahin meditierend im Lotussitz. Nun sitzt er immer noch genauso da und wird durch einen Glaskasten geschützt. Verrückt…
DSC06397 KopieNächster Halt war der Secret Buddha Garden mitten im bergigen Dschungel. Nach wenigen Minuten zu Fuß eröffnete sich vor uns ein großer, waldartiger Garten mit vielen versteckten Buddhafiguren aus Beton. In unterschiedlichsten Posen waren sie überall verteilt und ständig entdeckten wir neue Figuren. Die Jungs waren relativ schnell durch und eher dezent beeindruckt. Verena und ich spazierten jedoch eine ganze Weile herum, begutachteten Hexenhäuser und kleine Wasserfälle und versuchten lustige Fotos zu schießen.

Gefühlt hatten wir schon einen ganzen Tagestrip hinter uns, dabei war es gerade einmal später Nachmittag. Unsere 9. Station war der Namuang Wasserfall, bei dem schon die Anfahrt lohnte. Es ging steil bergauf vorbei an Palmen und grünen Dschungellandschaften und vom Parkplatz DSC06433 Kopieaus stand uns schließlich noch ein 20 minütiger Fußmarsch bevor der es ebenfalls in sich hatte. Steil war gar kein Ausdruck … 😀 Aber nachdem wir sandige Steilhänge und wackelige Holzbrücken überwunden hatten, erreichten wir endlich den Wasserfall. Zusammen mit viiielen anderen Touristen. Die Jungs ließen es sich nicht nehmen eine Abkühlung im Wasserbecken und dem Wasserfall zu nehmen. Verena und ich kümmerten uns eher um die Bewachung unserer Sachen und fotografierten die beiden. Wir entspannten uns noch ein wenig und kehrten schließlich zum Auto zurück.

Mittlerweile meldete sich dann doch der Hunger und an unserem IMG-20170208-WA0024nächsten Halt – Nathon Town – fanden wir die optimale Lösung für unser Problem. Mr. Thai fuhr uns durch die Stadt und zeigte und die besten Lokale und Shops und ließ uns schließlich an einem großen Eckrestaurant aussteigen. Ohne groß zu überlegen blieben wir direkt dort und genossen ein unglaublich leckeres Mittagessen. Neben den obligatorischen Fruit Shakes gab es unsere Lieblingsgerichte mit Reis, Hühnchen, Gemüse und Sojasprossen (die Namen würden euch jetzt nicht viel sagen denke ich 😛 ) Und auch wenn wir langsam eigentlich geübt waren mit Stäbchen zu essen, war es umso lustiger zu sehen, wie Paddy das Scheibchen Gurke kurz vor dem Mund doch aus den Stäbchen rutschte 😀 Ich hoffe, dass ich irgendwann mal schaffe die Videos zu schneiden … Frisch gestärkt zogen wir noch ein wenig durch die Stadt mit ihren kleinen Geschäften und dann traten wir auch schon die Weiterfahrt an.

DSC06535 KopieUnsere fast letzte Station war schließlich das Wahrzeichen Koh Samuis, der Big Buddha ganz im Norden der Insel. 1972 wurde die 12 Meter hohe, goldene Statue auf einer kleinen Insel direkt am Ban Rak Strand gebaut. Über eine Treppe gelangt man hinauf zu Statue und ein paar tollen Aussichtspunkten, von denen man bis nach Koh Phangan gucken kann. Die Statue selbst war einfach nur riesig und echt schwer aufs Foto zu bekommen. Aber ihr Anblick war definitiv beeindruckend. Auf dem Gelände des Tempels befanden sich außerdem noch verschiedene Geschäfte und Restaurants. Am Ende hatte ich noch eine lustige Begegnung mit ein paar chinesischen Frauen, die unbedingt ein Foto mit mir machen wollten. Na wenn sie meinen …

Langsam neigte sich der Nachmittag dem Ende zu und wir hatten nur noch wenige Stopps vor uns. Unser vorletzter Halt war die Bucht von Thongson Bay, ebenfalls im Norden. Auch hier fanden wir wieder einen super flachen und schönen weichen Sandstrand, der über eine flache Sandbank mit einer kleinen Insel verbunden war. Leider war es schon ziemlich spät und die Schatten wurden immer länger, sodass wir nicht allzu lange bleiben konnten.
DSC06594 KopieZum Abschluss hielten wir schließlich noch am Aussichtspunkt von Chaweng, nur wenige Gehminuten von unserem Hotel entfernt. Wir genossen den Ausblick auf den Ort und die tolle Abendstimmung und dann waren wir auch schon wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen. Wir bedankten uns großzügig bei unserem Mr. Thai und kehrten mit vielen neuen Eindrücken in unser Hotel zurück. Eigentlich freuten wir uns nun auf ein leckeres Essen im hauseigenen Restaurant auf der Außenterrasse direkt am Meer. Doch die Freude kam zu früh..

Die Tatsache, dass wir die einzigen Gäste dort waren, hätte uns eigentlich schon warnen müssen.. Kurz zusammengefasst war der Service einfach schlecht und unmotiviert oder auch einfach nicht vorhanden. Die Karten mussten wir uns selbst holen, stundenlang kam niemand vorbei um unsere Bestellung aufzunehmen und das Essen gab uns schließlich den Rest. Das Sandwich kam als trockenes Weißbrot mit Belag, der Ananasreis war kalt und mit undefinierbarem Inhalt versehen und auch die Diskussion mit der Kellnerin konnte nicht viel bewirken. Ich beschwere mich ja wirklich ungern in Restaurants, erst recht in fremden Ländern, aber das hier ging echt nicht. Wir ließen das Essen zurückgeben und warteten ewig auf unsere Rechnung. Als jedoch niemand die Absicht zeigte zu uns zu kommen, sind wir einfach aufgestanden und haben beim losgehen immerhin unsere Getränke und das labbrige Sandwich bezahlt. Was für ein Abend …

Den restlichen Abend verbrachten wir getrennt. Während sich die Jungs beim Thaiboxen vergnügten, also nur beim Zusehen (hoffentlich 😛 ), versuchten Verena und ich irgendwie die Fähre für den Folgetag zu organisieren und die Tickets zu buchen. Alles nicht so leicht, wenn die Seiten auf dem Handy nicht so funktionieren wie auf dem PC. Aber wir haben es schließlich geschafft und fielen hungrig und müde ins Bett.

Koh SamuiHier seht ihr noch einmal unsere ungefähre Tagesroute entlang der Ringstraße von Koh Samui. Grob gesehen könnte man sagen, wir haben nahezu alle Ecken der Insel gesehen 🙂

Am nächsten Tag setzten wir unsere Reise nach Koh Phangan fort. Aber dafür müsst ihr schon den nächsten Blog abwarten 😉 Bis dahin viel Spaß mit unseren Bildern!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Kategorien: 2017, Thailand 2017 | Hinterlasse einen Kommentar

Beitragsnavigation

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Bloggen auf WordPress.com.