Tagesarchiv: 13/12/2017

Longtail Premiere in Krabi

Die letzten Tage waren wie im Fluge vergangen. Kaum hatte unser kleines „Inselabenteuer“ mit Koh Samui und Koh Phangan begonnen, da war es auch schon wieder vorbei 😦 Und so haben wir nicht einmal bemerkt, dass wir bereits ganze 11 Tage durch Thailand gefahren sind. Doch damit war unsere Rundreise noch lange nicht beendet!

IMG-20170211-WA0017 KopieGetreu dem Motto „Der frühe Vogel kann mich mal“ (oder so ähnlich… ) klingelte am Morgen des 12. Tages der Wecker schon um 6:00 Uhr. Die Rucksäcke waren schnell gepackt und die letzten Eindrücke aus unserem Dschungelhotel wurden abgespeichert. Nach kurzem Check Out wartete bereits unser Taxi vor der Rezeption um uns zum Hafen zu fahren. Und während wir durch Palmenwälder und Dschungellandschaften fuhren, ging hinter dem saftigen Grün die Sonne auf. Was für ein Anblick!! Ziemlich müde und mit viel Wehmut bestiegen wir die Fähre, die sogar „nur“ 20-30 Minuten Verspätung hatte 😀 IMG-20170211-WA0007 KopieDie Fähre nach Koh Samui war relativ leer. Zum einen war es einfach unmenschlich früh und zum Anderen fand an diesem Tag die weltberühmte Full Moon Party in Koh Phangan statt, also für die Meisten kein Grund, die Insel zu verlassen. Leider ließen sich die Flüge samt weiterer Reiseziele nicht mit der Party vereinbaren, sonst hätten wir uns das Spektakel eventuell auch mal angetan..
Die Fähre tuckerte also vor sich hin und jeder war mit sich beschäftigt. Paddy schlief natürlich direkt ein, Benni starrte weinend zurück auf seinen neue Lieblingsinsel und Verena und ich taten was wir am besten konnten, quatschen 😀

In Koh Samui angekommen brauchten wir ein Taxi zum Flughafen. Und hier hat man echt seine Monopol Stellung ausgenutzt bin ich der Meinung. Ganze 600 Baht (ca. 16€) für eine 10 minütige Fahrt!! Das ist für thailändische Verhältnisse echt teuer aber was blieb uns anderes übrig? Wir kamen immerhin pünktlich am Flughafen an und konnten direkt einchecken. Schon komisch, wenn man in Shorts und Top am Flughafen steht und der nächste Flug nicht zurück in die kalte Heimat führt, sondern nur zurück auf das ebenfalls warme Festland 🙂

DSC06966 KopieDer Aufenthalt auf dem Flughafen war ein echtes Abenteuer. Auf dem Hinflug hatte ich ja schon erwähnt, wie schön bunt und klein der Flughafen war, aber jetzt konnte man das volle Ausmaß betrachten. Alles wirkte wie in einem Freizeitpark. Wo es sonst große Hallen mit viel Blech und Glas gibt, spazierten wir hier auf einer Art Boulevard entlang – alles Open Air natürlich. Links und rechts gab es Geschäfte, Restaurants und Eisbars und dazwischen viiiel grüne Wiesen, bunte Blumenbeete und Palmen. Hinter den Restaurants trennten uns nur ein Grünstreifen und ein Seerosenteich von der Start- und Landebahn und man konnte fast hautnah dabei sein, wenn wieder ein Flieger abhob. Zufällig fand an diesem Tag auch eine Art Aktionstag für Kinder auf dem Flughafengelände statt und überall verteilt standen große Pavillons mit verschiedenen Themenbereichen. So konnten die Kinder lernen, wie Feuerwehmänner arbeiten, die Arbeit der Stewardessen kennen lernen und sich lustig verkleiden. Natürlich gab es auch Tanz- und Gesangsaufführungen der Kinder – einfach nur süß 🙂

DSC06991 KopieDa wir mehr als früh dran waren, blieb uns noch viel Zeit zum Entspannen und Fotografieren und sogar ein großer Eisbecher war drin. Doch es sollte noch viel besser kommen…!! Irgendwann machten wir uns dann auf den Weg zum Abflug“häuschen“. Die Handgepäckskontrolle fand in einem kleinen Holzpavillon statt und nach einigen weiteren Shops und bunten Blumenbeeten erreichten wir die „Abflughalle“. Typisch Koh Samui handelte es sich bei der Halle um einen großen, runden Holzpavillon mit offenen Seiten und viel Deko. Statt langweiligen Plastestühlen standen Holztische und geflochtene Sitzhocker herum und nebenan gab es sogar ein kleines kostenloses!! Buffet mit Obst, Getränken, Popcorn und anderen Leckereien. Hätten wir das vorher gewusst .. Leider haben wir diese Ecke erst kurz vor dem Einstieg bemerkt, doch Paddy und Benni packten sich schnell noch eine Tüte Popcorn ein. Nur waren sie nicht schlau genug, denn die Tüten durften nicht mit in den Flieger 😀 Und da sie die Tütchen nicht irgendwo im Rucksack versteckt hatten, blieben sie ungenutzt in der Halle zurück 😀

Erstaunlich, wie ausführlich man den Aufenthalt auf einem Flughafen beschreiben kann 😀 Aber das war echt der schönste, entspannteste und putzigste Flughafen, den ich je gesehen hab!

DSC06999 KopieKurz vor dem Abflug gab es noch einen erfrischenden Regenguss, was uns aber nicht weiter störte. Wir bestiegen unsere kleine Propellermaschine und düsten bei leichtem Regen südwärts nach Krabi. Und wieder einmal gab es eine vollwertige Mahlzeit trotz gerade einmal 40 Minuten Flugzeit. Die Nahrungsaufnahme war dabei gar nicht mal so leicht, denn durch die vielen Wolken und die geringe Flughöhe, war es ganz schön schaukelig im Flieger. Aber der Anblick von Thailands Küste von Oben entschädigte allemal.

In Krabi angekommen empfingen uns schwüle 30°C, denn auch hier hatte es geregnet.
Krabi ist eine kleine Provinz auf dem Festland, östlich von Phuket. Landschaftlich gesehen soll dies eine der schönsten Regionen sein, vor allem wegen der beeindruckenden Küstenstreifen mit Traumstränden und zerklüfteten Felsen. In Krabi Town leben etwa 26.500 Menschen und generell ist das Leben hier an der Mündung des Krabi Rivers eher gemütlich und ruhiger als z.B. in Phuket.

So wurden wir also von Krabi empfangen.. Glücklicherweise hatten es auch wieder alle Rucksäcke ans Ziel geschafft – jetzt läuft’s! 😀 Also ab zum Ausgang, wo unser Taxi schon wartete und dann fix zum nächsten Hotel, dem Lada Krabi Express, wo wir nur eine Nacht blieben. Wir waren zwar pünktlich zur vereinbarten Check-In Zeit da, doch unsere Zimmer schienen noch nicht sauber zu sein. Leider drängte uns auch  die Zeit ein wenig, denn wir wollten uns noch Krabi und die Strände ansehen. Also stellten wir kurzerhand unser Gepäck in einem Nebenraum ab, zogen uns um und packten das Nötigste zusammen und dann waren wir auch schon wieder unterwegs mit dem Taxi nach Ao Nang, direkt am Meer. Leisereiter Viola organisierte fix ein paar Tickets und ehe wir uns versahen, saßen wir zum ersten Mal in einem typischen Longtailboot!!

DSC07024 KopieLongtails (also langes Boot, sinngemäß) sind die typischen langen Holzboote, die durch einen kleinen Propeller angetrieben werden, der an einem langen Gestänge befestigt ist. Damit können sie auch in extrem flache Gebiete fahren, wirbeln aber auch viel Sand im Uferbereich auf. Mit diesem Boot fuhren wir also an der Küste entlang, vorbei am Railay Beach zur Phra nang Bucht. Die Strände sollen zu den schönsten der Region gehören, doch durch den vorherigen Regen und die anhaltenden Wolken wurde das Bild ein wenig getrübt. Aaber was soll’s, es war immerhin schön warm. Also spazierten wir DSC07034 Kopieam Strand entlang und bestaunten die beeindruckenden Felsformationen mit ihren Steinzapfen, die von der Decke herunter hingen oder als zerklüftete Felsen empor ragten. Was für ein Anblick!! Da gerade Ebbe war, konnten wir auch schön durch die Höhlen klettern. Mitten im Berg sozusagen befand sich auch die Phra nang Cave, eine Höhle, die über und über mit kleinen Holzphalli (also kleinen Holzpenissen) bestückt war. Sogar der Schrein bestand aus riesigen Phalli. Sachen gibt’s 😀 Der Sage nach sollen Opfergaben Kindersegen und sonstiges Glück bescheren…

Etwas entfernt von der Höhle befanden sich ein paar Bäume in denen munter kleine Affen herumturnten und Snacks und Getränke der Urlauber klauten. Auch Hunde fauchten sie an um ihr Revier zu verteidigen. Echt putzig die Kleinen aber trotz allem unberechenbar und daher lieber mit Abstand zu genießen.
Nun war es langsam Zeit für einen Mittagssnack und da kamen uns die Thais mit ihren tollen Ideen wie gerufen. DSC07132 KopieAm Ufer im seichten Wasser stand nämlich eine ganze Reihe von Booten, auf denen frische Shakes gemixt, Fleisch oder Maiskolben gegrillt und Nudeln gebraten wurden. Auch Pancakes gab es frisch vom Bräter! Das ist doch mal ein Imbiss, wo man mit Füßen im Wasser stehend und in Badehosen sein Mittag bestellt und frisch zubereitet bekommt – ein Träumchen!! Also versorgten wir uns mit gegrillten Maiskolben, frischen Shakes und anderen Leckereien und machten es uns am Strand gemütlich.

Und wie immer, wenn es gerade so schön ist, rennt die Zeit davon und man muss weiterziehen. Nachdem alle Snacks verdrückt waren spazierten wir noch an der anderen Seite des Strandes entlang und bestaunten den riesigen, bewachsenen Felsen der mitten im Wasser vor uns stand. Echt lustig, dass hier jedes noch so kleine Inselchen grün bewachsen ist. Leider wurden wir auf unserem Strandspaziergang von einem heftigen Regenschauer überrascht. Und wie das bei tropischem Regen so ist, dauerte das Ganze nur wenige Minuten, hinterließ dafür aber klitschnasse Handtücher und nassen Sand. Die Mangroven und Palmen am Strand waren auch nicht die besten Orte um sich unterzustellen und so ergaben wir uns einfach dem warmen Nass 😀

Nun hatten wir die Möglichkeit mit dem Longtail zurück nach Ao Nang zu fahren, oder vorher nach Railay zu laufen und von dort zu fahren. Und auf Wunsch 2er Herren machten wir uns also zu Fuß auf den Weg nach Railay – gut, dass wir alle so viel Ahnung hatten, wo es lang ging 😀 Der Anfang war nicht schwer, denn immerhin gab es einen Weg durch den Mangrovenwald der an riesigen Felsen vorbei führte. Doch dann mussten wir irgendwo die richtige Abzweigung verpasst haben auf jeden Fall liefen wir einen ziemlichen Umweg :/ Aber auch der Umweg führte vorbei an Mangroven, die durch Ebbe im matschigen Sand statt im Wasser standen, an bunten Reggaebars direkt am Wasser und vielem mehr. Allgemein war es echt beeindruckend zu sehen, wie weit sich das Wasser vom Ufer bei Ebbe zurückzieht! Aber bei den flachen Stränden ist das ja kein Wunder.

DSC07205 KopieTatsächlich haben wir den Strand noch vor Einbruch der Dunkelheit gefunden und konnten sogar noch den Sonnenuntergang genießen. Doch ein Boot nach Ao Nang zu bekommen war dann gar nicht so einfach wie gedacht. Denn jeder Fahrer will das Boot natürlich möglichst voll bekommen um genügend Geld für die Fahrt zu verdienen. Doch um diese Zeit fanden sich kaum Leute, die zurück fahren wollten. So diskutierte ich erst mit einem stark bekifften Fahrer und war insgeheim froh, dass er uns nicht fahren wollte 😀 Nach langem Warten und vermutlich aus Angst vor einem weiteren Regenguss erbarmte sich dann doch noch jemand und im Privat-Longtail ging es für uns zurück an den Hauptstrand Krabis, nach Ao Nang.

Inzwischen war es schon reichlich spät geworden und keiner hatte so wirklich Lust, erst zum Hotel zu fahren um sich zu duschen und dann wieder loszufahren um etwas zu essen. Also suchten wir uns, regengeduscht und mit nassen Handtüchern im Arm ein nettes Thai Restaurant und haben zu unserer Freude seehr lecker gegessen! Mittlerweile hatte ja jeder von uns seine Lieblingsgerichte und auch wenn immer wieder mal variiert wurde, war am Ende doch immer das gleiche auf dem Teller 🙂 Und ganz ehrlich, bisher hatte noch keiner von uns genug von der thailändischen Küche – zum Glück!

Nach dem Essen spazierten wir noch durch den Ort mit seinen vielen Einkaufsstraßen. Wir wurden sogar schnell fündig und so wechselten Shirts und Tops, ein Ananas Rucksack und zwei kleine Geldbörsen die Besitzer. Auch wenn es zwischendurch immer wieder mal stark regnete, war uns das alles inzwischen egal, denn nass waren wir eh und bei den Temperaturen war das eigentlich auch egal 🙂

Dann war es endlich Zeit, zu unserem Hotel zurück zu kehren. Denn wer sich erinnert weiß, dass unser Gepäck ja immer noch im Nebenraum der Rezeption stand. Also auf nach Krabi Town! Bevor wir endlich unsere Zimmer bezogen, wollten wir noch einen Abstecher auf den berühmten Nachtmarkt von Krabi machen, der nicht weit von unserem Hotel entfernt lag. Doch wegen des vielen Regens wurde er leider abgesagt bzw. früher geschlossen. Nagut dann eben nicht. Und dann konnten wir endlich unsere Sachen holen und die Zimmer beziehen. Die Mitarbeiter glaubten wahrscheinlich schon, wir kommen gar nicht mehr wieder 😀 Aber falsch gedacht hehe. Die Zimmer waren zwar relativ klein aber sehr sauber und modern und die Betten ultra bequem! Also ab unter die warme Dusche und dann dauerte es nicht lange bis wir frisch wie eh und je in unseren bequemen Betten einschliefen.

Phangan-KrabiWas für ein erlebnisreicher Tag! Zugegeben war dies der voll gepackteste Tag überhaupt wenn man mal bedenkt, dass wir am Morgen noch auf Koh Phangan waren! Aber alle haben super mitgemacht und durchgehalten und auch der Regen konnte uns nichts anhaben. Und auch wenn ich es nicht anders erwartet hatte, war ich noch immer überrascht, wie alles genau nach Plan lief. Da hat sich die monatelange Arbeit im Voraus echt gelohnt. Von bestellten Taxis, über gebuchte Ausflüge bis hin zu den Hotels lief einfach alles wie am Schnürchen. Beim nächsten Mal sollte ich für meine Arbeit als „reisebegleitender Reiseleiter“ echt Geld nehmen. 😀 😛

Nun gut, das war unser erster Tag in Krabi. Der zweite sollte ebenfalls wieder sehr früh starten und schon am Abend würden wir wieder auf einer kleinen Insel herumspazieren. Doch bis dahin müsst ihr euch noch etwas gedulden und solange unsere Bilder genießen 🙂

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Kategorien: 2017, Thailand 2017 | Hinterlasse einen Kommentar

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