Kuba – Die Perle der Karibik

Ein großer Traum ist wahr geworden!!
Endlich war die Zeit gekommen ein Land zu besuchen, welches schon seit vielen, vielen Jahren ganz oben auf meiner Reise-Wunsch-Liste steht! KUBA!!
Gut 15 Jahre müsste es mittlerweile her sein, dass ich zum ersten Mal den Wunsch äußerte, nach Kuba reisen zu wollen. Wie genau es dazu kam, weiß ich nicht mehr, aber der Film „Dirty Dancing 2 – Havana Nights“ wird seinen Teil dazu beigetragen haben 😀 Spätestens zu der Zeit zeigte sich auch meine Vorliebe für lateinamerikanische Musik, die in meinem Umfeld nur leider niemand wirklich teilen wollte. Aber das ist eine andere Geschichte …

Der Wunsch nach Kuba zu reisen wurde schließlich konkreter, als sich auch der Rest der Familie dafür zu begeistern begann. Nachdem wir das Vorhaben aufgrund anderer Fernreisen ein paar Jahre aufschieben mussten, sollte es 2018 dann endlich soweit sein! Reiseleiter Viola wurde wie immer mit der Planung beauftragt und auch wenn wir lieber auf eigene Faust das Land erkundet hätten, schien es am Ende doch praktischer, eine geführte Rundreise zu buchen. So konnte man unglaublich viele Orte sehen, brauchte sich keine Gedanken über Transfers und Unterkünfte zu machen und hatte nebenbei noch einen erfahrenen Guide an der Seite. Ob das eine gute oder eher schlechte Idee war, wird sich im Laufe meiner Berichte zeigen 😉

Anfang November hatte das Warten dann ein Ende!! Keine 7 Tage nach meiner „Rückkehr“ aus Kreta saß ich schon wieder im Flieger. Endlich wieder Entertainment Programm in den Sitzen vor einem und vernünftige Sitzabstände. Das Essen war erstaunlich gut, Getränke gab es ohne Ende und die Pilotin!! flog uns ohne nennenswerte Vorkommnisse bis nach Holguín, wo wir überpünktlich landeten.  Mein erster Flug über den Atlantik!! Die 10 Stunden vergingen erstaunlich schnell und am Ende flogen wir sogar noch über die Bahamas. Die schwimmenden Schweine konnten wir aber leider nicht erkennen.. 😀

Bevor ich mit unserer Reise fortfahre, hier mal ein paar kleine Randinfos: 
Die krokodilförmige Insel liegt mitten in der Karibik und gehört zu den großen Antillen. Das Klima ist ganzjährig sommerlich warm obwohl der Sommer durch die „Regenzeit“ eher als Nebensaison gilt. Auf rund 110.000 km² leben gerade einmal 11 Mio. Einwohner, der Großteil davon in Städten wie Havanna und Santiago de Cuba. Zum Vergleich: Deutschland ist knapp 3 mal so groß, hat aber 7,5 mal so viele Einwohner!

Zur Geschichte sage ich vorher mal lieber nicht soo viel, denn das würde den Rahmen sprengen 😀 Kurz zusammengefasst war und ist die Geschichte Kubas in ständigem Wandel, was sich in seinen Bewohnern, den Städten und auch in der Natur wieder spiegelt. Dank zahlreicher Dokus war ich darauf gut vorbereitet und mega gespannt darauf, das alles endlich selbst zu sehen. 

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist map_lg_r3k004_w9_bm5_01_online_800x600a.jpg.

Unsere zweiwöchige Rundreise startete im Osten Kubas und sollte einmal über die Insel bis in den Westen und wieder zurück führen. Rund 15 Städte und Orte in nur 14 Tagen. Ein ambitionierter Plan, den wir zwar einhielten, zum Teil aber auch nur durch ein geringes Zeitfenster in einigen Orten. Das ist eben der Nachteil, wenn man möglichst viel sehen möchte, aber nur 2 Wochen Urlaub vom Arbeitgeber bekommt… Man kann eben nicht alles haben 😉 Was wir auf jeden Fall hatten waren guter Rum in allen Varianten, Zigarren und bunte Autos sowie Sonne satt. Dazu die beeindruckende Natur und die Einwohner Kubas, die trotz aller Schwierigkeiten von ihrem Land schwärmen und sich nicht unterkriegen lassen. Aber dazu später mehr!!

In Holguín angekommen wurden wir direkt vom schwül warmen Klima empfangen – für mich ja das angenehmste Klima überhaupt! Passkontrolle, Koffer einsammeln und Zollkontrolle zogen sich zwar etwas hin, aber wenn die Koffer auf einem anderen Band laufen als angeschrieben, ist das ja kein Wunder. Willkommen auf Kuba! 😀 Als die erste Hürde gemeistert war, machten wir noch unseren Reiseleiter ausfindig, parkten unser Gepäck im richtigen Bus und wurden erst mal zum Geld wechseln geschickt. Das dauerte dann aber soo lange, dass unser Reiseleiter entschied, ohne Geld zum ersten Hotel zu fahren und dann am nächsten Morgen dort zu wechseln. Gesagt, getan. 

Unser Bus war einer der vielen typischen Reisebusse in Kuba, die zwar sehr modern und sauber waren, von den Ausmaßen aber eher zu den schlanken Modellen gehören. Der Mittelgang war nicht gerade der breiteste und wurde nach hinten gefühlt auch immer enger. Das Gefühl variierte zusätzlich täglich je nachdem, wie gut die Speisen am Vortag waren und wie unsere Mägen damit zurechtkamen … 😀
Insgesamt war unsere Reisegruppe mit fast 40 Leuten relativ groß. Der Altersdurchschnitt lag allerdings deutlich unter meinen Erwartungen und auch sonst war die Gruppe gut gemischt und die Zahl nicht wirklich störend. 

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist img_6648a.jpg.

Auf der einstündigen Fahrt vom Flughafen Holguín zu unserem ersten Hotel in Guardalavaca an der Nordküste Kubas, lernten wir direkt unser Dream Team der Reise kennen. Busfahrer Rolando, der ruhig und aufmerksam fuhr, immer ein Lächeln parat hatte und sich mit lautem Hupen für unseren Applaus nach schwierigen Passagen bedankte. Und unser Reiseleiter Eduardo, der nicht nur sehr gut Deutsch sprach, sondern auch ein wandelndes Lexikon war. Daten und Jahreszahlen kamen genauso sicher wie Fachbegriffe aus Flora und Fauna oder zahlreiche Anekdoten aus dem Leben der Kubaner. Was so ein Profi mit jahrzehntelanger Erfahrung eben ist… Die Beiden kannten sich schon jahrelang und harmonierten wunderbar während der gesamten Reise.

Als erstes wurden uns gleich mal die wichtigsten Worte in Kuba beigebracht: „complicado“ und „resolver“. Die besonderen Umstände machen das Leben dort nicht gerade leicht und die Antwort auf viele Fragen ist dann einfach „Uhh das ist complicado“. Aber die Kubaner sind unglaublich erfinderisch und können fast jedes Problem lösen, quasi „resolveren“. Und tatsächlich sind uns diese beiden Begriffe beinahe täglich begegnet, wurden irgendwann auch zu unserer Standardantwort auf alles, was sich nicht so einfach wie gedacht lösen ließ. 🙂 Auch wenn es erst später Nachmittag war, hatte die Sonne sich bereits verabschiedet. Für einen kurzen Moment konnten wir noch den roten Himmel bestaunen, bevor es schließlich stockdunkel wurde. Und da kamen gleich die nächsten Erkenntnisse. Die Straßen sind nicht wirklich die Besten und haben immer wieder kleine Überraschungen wie Schlaglöcher parat, Beleuchtung gibt es natürlich auch nicht. Und dazu kommt, dass wirklich alles, was sich fortbewegt, auf der Straße zu finden ist. Unbeleuchtete Pferdekutschen oder Fahrradtaxis, Menschen, die auf der Straße spazieren oder Tiere, die auch keine Eile haben.. Rolando aber fuhr ganz entspannt und setzte uns schließlich in Playa Guardalavaca ab.

Im Hotel angekommen, gab es nur noch ein Ziel – das Bett! Also schnell einchecken, Koffer aufs Zimmer bringen und fix noch das Büfett plündern. Die Auswahl war eher amerikanisch ausgerichtet aber trotzdem gut. Reis und Hühnchen gehen zum Beispiel immer – auch wenn sich die Meinung dazu im Laufe der Reise änderte… 😀 Wir ließen den Abend mit einem Cuba Libre ausklingen und fielen gegen 21 Uhr schon ins Bett. In Deutschland wäre es immerhin schon 3 Uhr morgens gewesen. Die Aussicht auf 9 Stunden Schlaf war nach der langen Anreise einfach nur wunderbar.

Am nächsten Tag ging es direkt los mit unserer Rundreise aber dazu mehr im nächsten Bericht.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 
Kategorien: 2018/2019 | 2 Kommentare

Beitragsnavigation

2 Gedanken zu „Kuba – Die Perle der Karibik

  1. Michael Danzer

    Hallo Viola, wir waren diese Jahr vom 6.-20.11. in Kuba. Dein Bericht ist wie ein De ja vue für uns. Wir haben exakt die gleiche Reise gemacht wie Du uuuund Eduardo war auch unser Reiseleiter !!! Wir haben genau die gleichen Erlebnisse und Eindrücke von dieser Reise gehabt! Schlechtes Hotel in Trinidad, tolle Landschaften, herzlichkeit der Menschen und mehr. Allerdings haben wir dann im Buena Vista Social Club dann irgendwann die Bierbänke verlassen und ganz hinten, mit vielen Cuba Libres, wie die wilden getanzt und sind anschließend auf die 500 Jahrfeier von La Habana durch die Stadt getanzt! Ein toller Reisebericht, vielen Dank!!! LG

  2. Hallo Michael,
    vielen Dank für das tolle Feedback und interessant zu hören, dass ihr die gleichen positiven und negativen Erfahrungen gemacht habt! Die Reise war definitiv ein Highlight. Liebe Grüße

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Bloggen auf WordPress.com.