Tagesarchiv: 19/07/2019

TUI Bootsausflüge – der Direktvergleich

Zugegeben, es ist schon eine ganze Weile her, genauer gesagt ganze 2 Monate, dass ich gleich 2 unserer Bootsausflüge testen durfte. Doch wie immer kam dies und das dazwischen und nun ist es eben Juli geworden.

Die beiden Ausflüge hätten unterschiedlicher nicht sein können. Das Eine war ein altes, uriges Holzschiff mit Kurs auf Spinalonga in der Mirabello Bucht und das Andere ein nobler Segelkatamaran auf dem Weg zur Insel Día vor der Hauptstadt Heraklion.

Tag 1 – ANNY

Los ging es zusammen mit ein paar Kollegen mit dem Segelschiff „ANNY“, welches von der Marina in Agios Nikolaos startete. received_419447632210731aVon dort fuhren wir nordwärts an der Küste entlang vorbei an der felsigen Küste und der Insel Kolokytha bis zu einer mehr oder weniger geschützten Stelle, wo wir eine Badepause einlegten. Dummerweise war es etwas bewölkt und windig an dem Tag und Anfang Mai bei uns auch irgendwie noch keine Badestimmung vorhanden.. Ein paar Mutige haben sie letztendlich aber doch noch gefunden. (Ich war nicht dabei 😀 ) Nun steuerte wir die kleine geschichtsträchtige Insel Spinalonga an, die ja eigentlich Kalidon heißt, was jedoch kaum einer der vielen Besucher weiß. IMAG3163aGanz entspannt umkreisten wir die Insel, sahen uns die Festung und übrig gebliebenen Gebäude von außen an und ankerten schließlich für eine kleine Mittagspause. Unter Deck hatte die Crew ein Buffet mit verschiedenen Leckereien vorbereitet, welche wir nun schaukelnd mit Blick auf Spinalonga verspeisten. Wer wollte, konnte gerne noch einmal baden gehen, aber die Begeisterung hielt sich in Grenzen 😀
Generell hatte die Crew einfach Pech, dass es gerade an diesem Tag recht frisch und wir damit nicht so leicht zu motivieren waren. Aber ehrlich gesagt waren die 3 auch nicht gerade die Stimmungskanonen. 😉 Ich habe mehrmals versucht, mir dem Captain oder seinen Helfern ins Gespräch zu kommen, aber viel kam dabei nicht zurück. Dann eben nicht. Wir schipperten anschließend zurück zum Hafen und da bemängelt wurde, dass wir bei einem „Segelausflug“ noch immer kein Segel gezogen hatten, wurde dies nun nachgeholt. Hätte man sich aber besser sparen sollen, denn die Segel waren trotz Saisonstart nicht gerade hübsch anzusehen mit dem Dreck und den „Feuchtigkeitsresten“ des Winters. IMAG3137aGerade als Ausflugsanbieter in der Preisklasse hätte ich die Segel im Winter gründlich gereinigt oder vorher mal besser gepflegt. Auf der Rückfahrt kam auch endlich mal die Sonne raus, aber dank des Segels, welches nicht mal Wind hatte und daher hin und her schlackerte, lagen wir wieder im Schatten. Irgendwie sollte es einfach nicht passen an diesem Tag.

Zu ein paar schönen Fotos bin ich aber trotzdem gekommen und habe nun auch endlich mal Kolokytha von der Seeseite aus gesehen. Zurück im Hafen bat man uns noch, einen kleinen Feedback Bogen auszufüllen – ich hoffe, sie haben die Kritik angenommen und umgesetzt… Somit endete eine recht kurze aber sehenswerte Fahrt auf dem Holzsegelschiff „ANNY“ mit eher mäßigem Eindruck. Schade, dabei hatte das Boot eigentlich was und man hätte bestimmt mehr aus dem Ausflug herausholen können. Vermutlich sieht das im Sommer und bei voller Ausflugslänge aber schon wieder anders aus. Mein Lieblingsausflug wird es jedoch nicht werden, soviel steht fest. 🙂

Tag 2 – DanEri

Schon am nächsten Tag befand ich mich wieder auf einem Boot. Allerdings eine ganze Nummer kleiner und in Form eines noblen Segelkatamarans im Hafen von Heraklion. Diesmal war nur meine liebe Kollegin Raffaela dabei und ein paar andere Reps aus England und Polen und auch einige, größtenteils russisch sprechende Gäste. IMAG3185aGleich zu Beginn war ich mehr als erstaunt als sich der junge, gutaussehende Russe, der als letzter an Board kam, nicht als Gast vorstellte, sondern als Captain! Na das ging ja gut los! 😀 Es gab eine kleine Vorstellungsrunde bei der die Crew, das Schiff und der Tagesplan vorgestellt wurden und es gleich mal Kaffee, Tee und Gebäck zur Begrüßung gab. Kurz gesagt, alles Dinge, die ich am vorigen Tag vermisst habe! Schon beim Auslaufen aus dem Hafen machte sich eine entspannte Urlaubsstimmung breit und ich freute mich wirklich auf den vor uns liegenden Tag. Die Fahrt mit der DanEri bis zur Insel Día dauerte locker eine Stunde bei der wir auf den Trampolinen in der Sonne chillten, ohne Ende Fotos schossen und einfach dabei zusahen, wie das tolle Wasser an uns vorbeiflog.

Auf Día angekommen, machten wir an einer Boje in einer kleinen Bucht fest. received_441364889960887a.jpgDas Wetter war zwar um einiges besser als am Vortag aber das änderte ja nichts an der Tatsache, dass wir Anfang Mai hatten und das Wasser gerade einmal 20°C zu bieten hatte. Die Bucht hatte etwas von einem Mini-Aussteiger Domizil mit verfallenen Holzhütten am Ufer, einer kleinen Kirche und einem Anlegesteg, welcher seinem Namen nicht mehr ganz gerecht werden konnte. 😀 Während Raffaela schon längst im Wasser herumschwamm, schnappte ich mir erst mal das SUP und paddelte durch die Bucht. Langsame Annäherung an das kalte Wasser..  IMAG3226aDie anderen Gäste waren natürlich sehr erstaunt, wie ich denn in voller Montur mit Shirt und Shorts aufs Brett steigen kann, aber die wussten ja nicht, dass mich so gut wie nichts vom SUP werfen kann. 🙂  Also paddelte ich schön vor mich hin und neben Raffaela her bis ich doch Lust aufs Wasser bekam. Also ab umziehen und mit einem lauten Schrei sprang ich dann auch ins Wasser. 😀 Und zugegeben, es war wirklich echt kalt! Aber wenn man erst mal eine Weile am Schwimmen war, ging es. Nur groß entspannen und rumtreiben lassen im Wasser ging dann doch noch nicht.

Anschließend gab es erst mal ein Weinchen für jeden zum Aufwärmen und die Vorspeise fürs Mittagessen. Die alleine konnte sich schon sehen lassen, aber es sollte ja noch der Hauptgang mit frischem Fisch folgen. Der ließ nur leider seeehr lange auf sich warten. So lange, dass wir einfach nochmal ins Meer gingen oder uns auf dem Sonnendeck sonnen konnten oder sicherstellten, dass der Wein nicht trocken wird. 😀 Dann war es aber endlich soweit und das Warten hatte sich gelohnt. Das Essen war wirklich super lecker, die Crew charmant, kommunikativ und gut gelaunt und sehr darauf bedacht, ihren Gästen nur das Beste zu bieten. Als alle fertig waren, verließen wir die Bucht und steuerten eine weitere, größere Bucht an mit einem weiteren, letzten Badestopp. Hier war ich im letzten Jahr schon mit der Fantasia Yacht gewesen und habe nach dem versunkenen Schiffswrack getaucht, falls sich jemand erinnert. 😉

Auf dem Rückweg dösten wir vor uns hin und sonnten uns wieder einmal und wie wir so schön am Schlummern waren, hatte der Katamaran schon fast den Hafen erreicht. IMAG3204aIch bin gerade noch rechtzeitig wach geworden um Fotos zu schießen und ein paar Daten mit der Crew auszutauschen.. 😛 Dann ging alles recht fix und wir verabschiedeten uns bis der große Schock kam – für mich zumindest. Meine Sonnenbrille war nämlich verschwunden. Ahhh. Gerade hatte ich sie noch in der Hand und wenige Minuten später, als alle anderen gegangen waren, war sie nirgends zu finden. Zum Glück merkte ich es direkt am Steg und wir durchkämmten das ganze Boot und durchsuchten unsere Taschen aber ohne Erfolg. So ein Mist aber auch. Sie war zwar nicht mehr die Neueste aber damals recht teuer und eine Brille mit Sehstärke – für mich also schon sehr nützlich beim Autofahren … IMAG3262aWir verabschiedeten uns trotzdem von der Crew in der Hoffnung, dass die Brille beim Boot putzen noch auftauchen würde. Tat sie aber nicht. Zu Hause angekommen kontaktierte ich daher die beiden englischen und polnischen Kolleginnen, die mit an Board waren. Und nachdem erst mehrere Absagen kamen, meldete sich am Ende doch eine von ihnen, die tatsächlich meine Brille eingepackt hatte – ein Glück! Ich war sowas von erleichtert und auch wenn es ein paar Tage dauerte, bis die Brille wieder zu mir fand, war ich einfach nur froh, sie nicht im Hafen von Heraklion versenkt zu haben.

So, das waren nun meine beiden getesteten Bootsausflüge. Nicht nur im Kostenpunkt sondern auch in der ganzen Aufmachung und dem Service unterschieden sie sich enorm aber anders herum wäre es ehrlich gesagt auch fragwürdig gewesen. Auch wenn ich die Anny an Gäste weiterempfehlen kann, wird sie wohl keine Alternative für einen freien Tag bei mir werden. Der DanEri Katamaran ehrlich gesagt auch nicht unbedingt. Service, Crew und der ganze Tag an sich waren zwar fast perfekt, aber bei einem Segelausflug will ich ganz einfach segeln und die Fahrt genießen und nicht mit einem Glas Wein auf dem Sonnendeck unter Motor durch das Wasser schippern. Aber das ist natürlich alles Geschmackssache und ich bin froh, dass wir so verschiedene Ausflüge im Programm haben um jedem Gast genau das Richtige bieten zu können.

Daher viel Spaß mit den Bildern und bis bald 🙂

 

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Kategorien: Kreta 2019 | Hinterlasse einen Kommentar

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