Tag 1 in Bali – Reisterrassen und Tempelbesuche

Der erste Tag in Ubud auf Bali. Als ich nach dem Aufstehen die Nase nach draußen steckte, dachte ich noch, oh ist ja frisch hier. Nur 30 Min später auf dem Weg zum Frühstück waren es dann aber doch schon gute 30°C – Glück gehabt. 🙂 Unser Hotel war super schön im Dschungel gelegen und im Moment nur wenig besucht. Das Buffet zum Frühstück ließ trotzdem keine Wünsche offen und bot von frischem Obst, kalten und warmen Speisen bis hin zu frisch zubereiteten Eiern und Waffeln alles, was das Herz begehrt. Mit einer bunten Auswahl startete ich also in den Tag und traf meine Mitreisenden wieder, die aber Frühaufsteher zu sein schienen und bereits fertig waren. Als ich gerade fertig war, merkte ich auf einmal die Hitze aufsteigen und das hieß nichts Gutes… Nach einem Sprint zurück aufs Zimmer war das schöne Frühstück schon wieder raus 😦 Geht ja gut los. Zum Glück hatte ich noch einen Schokokeks und wenigstens der blieb drin.

Aber ich wollte ja das Abenteuer 😀 Also einmal durchatmen, Rucksack schnappen und um Punkt 8:30 Uhr starteten wir unseren ersten Ausflugstag. Heute gab es gleich das erste Highlight – eine Radtour durch die berühmten Reisterrassen von Jatiluwih!! Auf dem Weg dahin hielten wir noch in einer riesigen Bambus-Baumhaus-Bar für Tee und Kaffee (und die Unterzeichnung unserer Todeserklärung 😀 ) und dann erhielten wir auch schon unsere Fahrräder samt Helm. Die Tour ging entspannt los, schon nach wenigen Metern gab es die ersten Fotostopps und kleinere Spaziergänge durch die Reisterrassen. Unser Bikeguide gab uns dazu immer wieder Erklärungen zum Reisanbau und dass hier noch immer alles per Hand gemacht wird. Das Wetter war recht warm und schwül und trotz ständigem Trinken meldete sich mein Kreislauf bzw. der Magen wieder. Solange wir fuhren, war dank Fahrtwind alles ok. Doch jeder noch so schöne Stop ließ meinen Zustand wieder in den Keller sinken. Doch ich hielt durch und kämpfte mich steile Berge hinauf und steinige Schotterwege hinab und genoss den Dschungel um mich herum. Es war einfach alles so unglaublich grün und tropisch bunt – einfach wunderbar.
Nach gut 1,5 Stunden und fast 12 km endete die Tour schließlich an einem Fluss mitten im Urwald. Direkt daneben standen ein paar Tische und Stühle und es gab ein leckeres, traditionelles Buffet mit gut gewürztem Essen. Und siehe da, meinem Magen ging es gleich viel besser! Zu unserer Gruppe muss ich noch erwähnen, dass wir ein Pärchen in den 60ern und einen Herrn über 70 dabei hatten und sich vor allem die Herren ziemlich gut geschlagen haben! Dank der Minigruppe konnten wir auch ganz individuell anhalten und uns z.B. mitten im Dschungel am Wegesrand von einer Bäuerin die Ernte zeigen lassen.

Unser nächster Halt war der Königliche Tempel „Pura Taman Ayun“ in Mengwi. Ein großer Komplex, der von einem Wassergraben eingerahmt ist und als einer der schönsten der Insel gilt. Der „Tempel des schwimmenden Gartens“ besteht aus 27 mehrstöckigen Pagoden in denen die Schreine der Götter aufbewahrt werden. Das Zentrum des Palast ist immer ausschließlich den gläubigen Hindus vorbehalten. Das Tragen eines Sarongs oder langen Rocks ist beim Besuch eines Tempels außerdem Grundvoraussetzung – für Männer und Frauen! Am Anfang etwas ungewohnt, doch irgendwann gewöhnt man sich an Männer mit Sarong. Die Meisten tragen ihn den ganzen Tag, da man sowieso ständig an einem Palast vorbeikommt. Auch die Uniform aller Guides der Insel besteht aus dem luftigen Beinkleid, einem Shirt oder kurzem Hemd, sowie dem Udeng, der traditionellen Kopfbekleidung. Jedes Kleidungsstück hat eine religiöse Bedeutung und an den Farbkombis lässt sich, wie bei einer Uniform, der Arbeitgeber oder der Anlass erkennen. Schon spannend!

Zurück zur Tour! Nachdem wir den Tempel besichtigt und literweise Schweiß verloren haben 😀 ging es mit unserem Privatbus ans Meer an die Südküste zum Wassertempel „Pura Tanah Lot“ , übersetzt „Land inmitten des Meeres“. Der Tempel befindet sich auf einem Felsen und kann je nach Wasserstand zu Fuß erreicht werden. In einer Höhle unter dem Felsen gibt es Wasserschlangen, die als heilig gelten und den Tempel bewachen sollen.
Genau an dem Tag war wohl Ausflugstag der Javanischen Schulen. Hunderte Kinder liefen in ihren Schuluniformen (mit Kopftuch für die Mädchen, da Java zu mehr als 90% muslimisch geprägt ist) umher und auf einmal fielen wir Europäer gar nicht mehr auf. 😀 Der Tempel darf nur von gläubigen Hindus betreten werden, wir suchten uns also ein schönes Plätzchen in einem Lokal gegenüber und warteten auf den Sonnenuntergang. Der soll hier, direkt hinter dem Tempel, nämlich spektakulär sein. Leider zog sich der Himmel langsam zu und es lohnte nicht, bis zum Ende zu warten. Ein paar tolle Fotos gab es trotzdem und wir hatten die Gelegenheit, uns bei einem frischen Bierchen oder Softdrink mit unserem Guide Parek zusammenzusetzen und zu plaudern.

Der Weg zum und vom Tempel war von Händlern gesäumt und man musste echt hartnäckig bleiben, um am Ende nicht mit neuen Sonnenbrillen, Stoffblümchen und Holzpfeifen dazustehen. Am Eingang des Tempels kaufte Guide Parek für uns Mochi Bällchen zum probieren. Grüne Japanische Bällchen aus Reisteig mit einer süßen Füllung und Kokosraspeln drum herum. Sowas habe ich echt noch nie gegessen, schmeckte aber ganz gut und Mochi soll sogar gut für das Immunsystem, den Muskelaufbau und die Zufuhr von Nährstoffen sein. Sieh an…

Wir machten uns schließlich auf den Rückweg, der nochmal gut eine Stunde dauerte und kamen gegen 19:30 Uhr zurück zum Hotel. Ein ganz schön langer Arbeitstag für Fahrer und Guide, wenn man bedenkt, dass sie vor und nach der Tour noch eine ganze Stunde unterwegs sind, um zu ihrem Büro und Wohnort zu kommen.

Am Abend wartete noch ein kleines Highlight bei uns im Hotel. Ein traditioneller balinesischer Abend mit leckerem Buffet, traditioneller Tanzvorführung und schöner Atmosphäre. Zum Glück hatte ich mich noch spontan angemeldet. Frisch geduscht und hübsch gemacht saßen wir mit unserer Minigruppe zusammen, tranken Wein und Bier aus Bali und beobachteten die Tanzvorstellung.

Reisterrassen, Tempel und traditioneller Tanz. Auch wenn der Tag etwas holprig gestartet war, war es am Ende doch ein gelungener Start in die Bali Reise mit vielen beeindruckenden Erlebnissen gleich zu Beginn.

Was wohl der zweite Tag bereit hält?

Kategorien: INDONESIEN | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Tag 1 in Bali – Reisterrassen und Tempelbesuche

  1. Anonymous

    Tolle Bilder 😍 aber warum solltet ihr eure Todeserklärung unterzeichnen? 😃

    • Man kennt doch die typischen Dokumente auf denen man bestätigt, sich der Risiken von Unfällen, Tod etc. bewusst zu sein und dass der Veranstalter dafür keine Haftung übernimmt. Ab 65+ war man z.B. nicht mal mehr versichert, was 50% der Reisegruppe betraf. 😀

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