2013

Rhodos – Tagestrip in die Ritterzeit

Mein letzter freier Tag stand bevor und ich hatte die Wahl zwischen chillen am Strand, mit dem Roller nochmal über die Insel düsen oder eine neue Insel entdecken. Letzteres klang am besten und nach langem Durchforsten sämtlicher Fährpläne und Fluglinien hab ich mich Rhodes0211letztendlich für Rhodos entschieden.

Ich dachte ja bisher immer, dass es den Koloss noch gibt und hab mich total gefreut, aber im Internet musste ich dann zu meiner Enttäuschung lesen, dass es den schon lange nicht mehr gibt 😦 Schade, doch kein Weltwunder gesehen.

Naja trotzdem trat ich die Reise an und stieg, mal wieder unmenschlich früh für einen freien Tag, auf die Blue Star Ferries in Kos Stadt. Die Fahrt führte dem Sonnenaufgang entgegen. 3 Stunden sollte die Fahrt nach Rhodos dauern, nach 4 Stunden war ich dann auch schon da… Bei einer Abfahrtszeit von 16:00 Uhr blieb dann leider nicht mehr wirklich viel Zeit. Leider hatte ich schon in Kos keinen Roller mehr bekommen und auch auf Rhodos gestaltete sich die Suche irgendwie schwer. Nach langem hin und her entschied ich mich dann schließlich dafür, sämtliche Pläne über den Haufen zu werfen, meine Tagesroute zu vergessen und mir nur die Stadt selbst und ihre Altstadt anzugucken. Zu sehen gab es da ja genug.

Rhodos ist mit 1.400 km² viertgrößte Insel Griechenlands und 3 Mal so groß wie Kos. Von den 117.000 Einwohnern soll ungefähr die Hälfte in der Hauptstadt Rhodos Stadt leben. Das Wappentier ist der springende Hirsch. Zwei davon sind auf großen Säulen am Hafeneingang zu finden auf denen früher mal der Koloss von Rhodos gestanden haben soll.

Der erste Eindruck von Rhodos war leicht deprimierend. Von Inseln wie Kalymnos, Symi oder Nissyros war ich traumhafte Hafenkulissen und kleine Häfen gewohnt. In Rhodos blickte man erstmal auf Hotelburgen, Industriekräne und zerfallene Bürohäuser. Der Weg vom Anlegepunkt zur Stadt führte über Schotterstraßen vorbei an Schiffsfriedhöfen. Nicht gerade ein nettes Willkommen. Irgendwann erreichte ich dann aber die Altstadt und meine Laune besserte sich.

DSC01677aHier scheint alles in der Ritterzeit stehen geblieben zu sein. Riesige, dicke Steinmauern, die um die Altstadt herum laufen, enge Gassen und fast alle Gebäude bestehen aus dicken Steinmauern mit Gewölbedecken und Holzbalkonen. Da ich ja meine ganze Zeit auf die Stadt konzentrieren konnte sah ich mir alles ganz genau an. Burgen, Ritterstraßen, sämtliche Geschäfte und unzählige kleine Gassen, in denen ich mich natürlich verlaufen hab. Gut, dass ich den griechischen Stadtplan und die Straßennamen ohne Probleme lesen kann..

Was mich an Rhodos genervt hat, war die extreme russische Invasion. Von Kos kannte ich ja die Pelzgeschäfte aber in Rhodos waren sogar viele Artikel auf russisch beschriftet, die Verkäufer sprachen Russisch und ein Englisch mit russischem Akzent. Richtige Griechen konnte ich nur in den kleinen Geschäften in den Seitengassen finden. Generell hab ich den ganzen Tag über nur Russisch und ein paar Worte Englisch gehört. Deutsch war sogut wie nie dabei und auch andere Nationalitäten scheint es kaum zu geben. Irgendwie erschreckend, wenn man seine griechischen Andenken von penetranten russischen Verkäuferin angedreht bekommt. Naja…

Aber trotz dem konnte ich eine ganze Menge Mitbringsel besorgen. Das Schönste von allen musste ich leider zurück lassen. In einem DSC01682aSkulpturengeschäft fand ich eine wunderschöne Figur aus Bronze mit zwei küssenden Figuren in Gold und Schwarz. Das ganze hatte leider seinen stolzen Preis von 280€ 😦 Sollte jemand diese Figur kennen und woanders gesehen haben, auch in kleinerer Ausführung, bitte unbedingt bescheid geben!!! Danke 🙂

Der Trip endete mit einer kurzen Abkühlung am Strand und einer Tüte voller Muscheln, die ich dort gefunden habe. Rückzu war die Fähre deutlich schneller. Pünktlich zum Sonnenuntergang war ich wieder im Hafen von Kos.

Zusammengefasst war es schade, dass es nur für die Stadt Rhodos gereicht hat, aber immerhin. Den Rest hole ich dann mal bei einem längeren Aufenthalt auf der Insel nach. Immerhin befindet sich im Süden der Insel der bekannte Starkwind Spot Prasonisi.

Im Endeffekt wäre es vielleicht besser gewesen, den letzten Tag zur Abwechslung mal ruhig angehen zu lassen, also ausschlafen, Strand, Meer und viel Schlaf. Aber naja.. dann wäre ich nicht Viola 😀

Viel Spaß bei den letzten Bildern aus Griechenland!!

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Kategorien: 2013, Beiträge Apr-Sep | Hinterlasse einen Kommentar

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