Den letzten freien Tag wollte ich ganz entspannt angehen und nicht zu viel unterwegs sein. Also mietete ich mir einen Roller und steuerte die Hauptstadt an.
Kurz davor hatte ich auf der Karte wieder eine Höhle entdeckt und da ich gerade im Höhlenfieber zu sein scheine, musste ich die natürlich auch mitnehmen. Die Höhle von Skotino, oder auch „Agios Paraskevi“ genannt, liegt in der Region Gouves, etwas außerhab von Skotino, einem kleinen Dorf. Mit der Tankanzeige am unteren Ende … (typisch Viola, wird schon reichen.. 😀 ) schlängelte ich mich bergauf und bergab bis ich endlich die kleine namensgebende Kirche entdeckte.
Der Weg zur Höhle erinnert eher an einen kleinen Tropenwald, riesige, knallgrüne Bäume und Büsche die lediglich den Blick auf den Weg freigeben, auf dem man läuft. Der Eingang zur Höhle liegt in 225m Höhe und führt in den ersten großen Raum, der durch den großen Eingang gut ausgeleuchtet ist. Am Ende des Raumes führt ein Weg steil nach unten zu einem weiteren Raum in dem sich eine byzantinische Kirche aus der Venezianer Zeit befinden soll. Leider war dieser Teil stockdunkel und ohne Taschenlampe wollte ich mir das nicht antun. Aber die 30m hohen Wände voller Stalaktiten und -miten sahen schon beeindruckend aus.
Besonders schön war auch der Blick aus der Höhle nach draußen auf die leuchtend grüne Vegetation.
Nach einem kleinen Abstecher zur darüber liegenden Kirche fuhr ich weiter Richtung Westen, um mir endlich mal das „CretAquarium“ anzutun.
(Vorher fand ich Gott-sei-Dank und gerade noch rechtzeitig eine Tankstelle… wozu früher als notwendig tanken? 😛 ) Laut Andi soll es nicht sehr lohnenswert sein, aber ich wollte mich davon lieber selbst überzeugen. Nach einer guten halben Stunde war ich durch die gesamte Anlage durch in der es ziemliche viele einheimische Meerestiere und auch einige exotische Arten zu bestaunen gab. Auch Haie waren dabei – keine Ahnung, ob ich irgendwo schonmal Haie gesehen hab… Auf jeden Fall möchte ich ihnen nicht im Wasser begegnen, jetzt wo ich sie mal von Nahem begutachtet habe.. 🙂
Das Aquarium ist an sich nicht der Hit, verglichen mit dem Ozeaneum in Stralsund zum Beispiel, aber für Kreta völlig ausreichend und schön gestaltet.
Auf dem Rückweg legte ich noch einen spontanen Stop am alten Robinson Club, dem „Lyttos Beach“ in der Nähe von Chersonissos ein. Von Andi, der dort jahrelang Waspo Chef war, habe ich schon einiges gehört und wollte mir nun auch davon mal ein eigenes Bild machen. Die Hotelanlage sieht riesig aber leider auch in die Jahre gekommen aus. Wenn man mal die großen Steinplatten im Meer wegdenkt, sieht der Strand eigentlich ganz nett aus. Und endlich konnte ich mir die alte Waspo mal live angucken. War bestimmt cool, dort zu arbeiten…
Ich bin dann aber doch glücklich drüber im jetzigen Club zu arbeiten, allein schon der viiiiel schöneren Hotelanlage wegen.
Am Abend war ich mal wieder in Milatos essen und fiel dann auch schon bald müde ins Bett.