2016

Familienbesuch !!

Schon wieder war ein Jahr vergangen und mein Geburtstag näherte sich in großen Schritten. Viel mehr als auf den anstehenden Geburtstag freute ich mich allerdings auf meine extra eingeflogenen VIP Gäste – meine Family. ❤ Und da ich dieses Jahr als Profi Tourist alle Zeit der Welt hab, konnten wir die Tage endlich mal voll und ganz ausnutzen.

Start der „Family-Week“ war wenige Tage vor meinem Geburtstag, als alle 3 fast zeitgleich auf Kreta landeten und dass, obwohl die Einen aus Italien und die Andere aus Deutschland geflogen kamen. Wir trafen uns alle in Stalis und läuteten den Besuch traditionsgemäß mit einem Essen bei unserem Freund Jannis ein. Es gab unglaublich viel zu erzählen, sodass der Abend ziemlich schnell vorüber ging. Mit dem Mietwagen ging es nach Sissi, wo unsere Eltern im Hotel eincheckten und dann ab nach Milatos ins „Hotel Viola“, wo ich Verena eincheckte 😀 Nach einer kurzen Wohnungsbesichtigung fielen wir schließlich müde ins Bett.

dsc03371-kDen ersten Urlaubstag gingen wir ganz entspannt am Kalimera Kriti Beach an, räkelten uns in der Sonne (solange sie denn da war) und erzählten und erzählten … (liegt wohl in der Familie) 😀 Am Abend ging es dann zu Fisherman nach Sissi, wo wir uns leckeren Fisch und Moussaka schmecken ließen und Verena sogar ihre Abneigung gegenüber Joghurt mit Honig ablegen konnte 😛 Die restliche Zeit bis zum Großen Tag verbrachten wir noch im Hotelzimmer unserer Eltern und dann war es endlich soweit und der Tag war gekommen. Es wurde viel gratuliert, geknutscht und umhalst und unglaublich viele tolle Geschenke haben ihren Weg auf die Insel gefunden. Ein paar davon werdet ihr demnächst wohl öfter sehen, aber dazu später wenn es soweit ist …

Nach meiner kleinen Feier ging es schnell ins Bett denn der nächste Tag war vollgepackt. Nach kurzer Abstimmung stand die Einkaufsliste fest. Verena und Papa setzten wir zum Shoppen in Hersonissos ab und mit Mama ging es zum Lidl auf Nahrungssuche. Nach einiger Zeit hatten wir alles zusammen gesucht, sammelten die anderen beiden wieder ein und dann begannen die Vorbereitungen. Nie hätte ich gedacht, dass ich den gesamten Mittag und Nachmittag in der Küche verbringen werde aber zum Glück hatte ich ja viele, fleißige Helferlein, die mir bis zum Schluss die Arbeit erleichtert haben. Und das Ergebnis war spitze!
20160905_201310-kopieAm Abend hatte ich eine kleine Party geplant und dazu meine wenigen gebliebenen deutschen Freunde, also Andi, Kathi und Lisa und eine ganze Menge griechischer Freunde eingeladen, die mich in diesem turbulenten Jahr so gut unterstützt haben. Nach und nach trudelten alle ein und das Buffet wurde gestürmt. Soweit ich das beurteilen kann und es die leeren Teller und Schüsseln vermuten lassen, hat es allen sehr gut geschmeckt und wir haben uns super amüsiert. Zum späten Abend hin gab es sogar noch zwei Geburtstagstorten und tolle Ständchen in 3 verschiedenen Sprachen 🙂 Zu ganz später Stunde wurde sogar noch Sirtaki getanzt und dann war es aber auch Zeit, ins Bett zu gehen.

dsc03456-kDer Tag danach … 🙂 Eigentlich war er ganz harmlos, meine Eltern hatten bei mir übernachtet, sodass wir mal alle vier zusammen frühstücken konnten. Das Frühstück zog sich zwar ein wenig in die Länge, aber wir hatten ja Zeit und mehr als Entspannt am Strand stand eh nicht an. So fanden wir uns gegen Mittag alle am Strand wieder und wurden prompt mit super Segelwetter begrüßt. So wagte ich gleich mal einen Testschlag mit Andi raus aufs Meer um dann festzustellen, dass der Wind mehr als ordentlich und schon fast zu viel war. Die Lösung: Ballast musste her 😀 Also schnappten wir uns erst Verena und dann auch noch unsere Mama als Mitsegler, für die es das erste Mal überhaupt auf einem Katamaran war. Fürs erste Mal ganz schön rasant aber ich glaube beiden hat es Spaß gemacht. Bei Verena, die die ganze Zeit über wie ein Mehrschweinchen gequiekt hat, braucht man ja nicht lange überlegen 😀
Den Abend verbrachten wir mal wieder bei unserem Freund Jannis und einem kleinen Shoppingbummel durch Stalis.

dsc03628-kDer nächste Tag startete ungewohnt früh, denn es sollte nach Balos gehen. Eines der wenigen Ziele, die wir noch nie zu viert besucht haben auf Kreta – das musste sich natürlich ändern! Und so ging es knappe 4 Stunden an der Nordküste entlang Richtung Westen bis die Straße schließlich in einem holprigen Schotterweg endete, der teilweise beängstigend schmal und dem Abgrund sehr nahe gelegen war. Verena war mehrmals kurz davor auszusteigen und auch Mama konnte das Ganze nur schwer mit ansehen. Papa musste als Fahrer irgendwie da durch und ich hab das Ganze eher locker gesehen 😀 Immerhin war ich ja schon mal da, wusste was mich erwartet und bei den ganzen umherlaufenden Touristen gab es immer Hilfsbereite, die einen an engen Stellen durchlotsten.
20160907_135909-kopieAm Parkplatz angekommen war die große Erleichterung zu spüren und endlich konnte es losgehen. Nach einem kurzen Fußmarsch durchs trockene Bergland gelangten wir schließlich zum ersten Aussichtspunkt von dem aus man die Lagune von Balos erblicken konnte. Und da waren sich alle einig, dass sich die Fahrtstrapazen dafür allemal gelohnt hatten. Langsam arbeiteten wir uns den Berg hinab, immer wieder mit neuen Perspektiven auf die Lagune. Unten angekommen wollten wir nur noch ins Wasser und uns abkühlen. Das Wasser war angenehm und super flach – Lagune eben 🙂 So vertrieben wir uns den Tag mit Strandspaziergängen, Sonnenbaden und allerhand Badespaß. Nicht zu vergessen die unzähligen Fotos, die an diesem Tag geschossen wurden.
Und dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen von diesem kleinen, türkisen Paradies. Zum Glück waren vor uns schon viele Autos abgefahren und die Rückfahrt lief um einiges entspannter als die Hinfahrt. Pünktlich zum Abendessen erreichten wir dann das kleine Fischerörtchen Bali. Die aufmerksamen Blogleser unter euch wissen, dass dies der Ort ist, an dem wir die ersten Jahre hier Urlaub gemacht und wir quasi unsere Kindheit verbracht haben. Fast 20 Jahre ist das schon her. Grund genug unseren Bekannten von der Psaropoula Taverne mal wieder einen Besuch abzustatten und zu unserer Freude wurden wir alle sofort erkannt und freudig begrüßt. Schon erstaunlich wenn man mal bedenkt, dass die Kellner uns dort kennen seitdem wir kleine Mädchen waren und mit Sommerkleidchen und süßen Strohhüten rumgelaufen sind 🙂

dsc03728-kUnd da war er dann schon wieder, der letzte Urlaubstag – zumindest für unsere Eltern. Und den nutzten wir nochmal so richtig entspannt aus. Nachdem wir mal wieder ausgeschlafen hatten ging es mit dem Auto zum Almyros Beach der auch als „River Beach“ bekannt ist, denn hier mündet ein eiskalter Fluss, der irgendwo in den Bergen entspringt und durch das Sumpfland hinter dem Strand verläuft. Der Strand ist als ziemlich touristisch verschrien, aber wenn man außerhalb der Ferienzeit kommt, ist es relativ ruhig und leer dort. Und so genossen wir noch einmal zusammen die Sonne, erkundigten das Sumpfland und staunten über den sehr flach abfallenden Strand und das abwechselnd kalte oder warme Wasser. Ein richtig schöner Familien-Urlaubstag und leider auch schon der letzte 😦
Zum Abendessen ging es daher noch einmal zu Fisherman um den letzten frischen Fisch und originalen griechischen Salat mitzunehmen und dann ließen wir den Abend bei einem „Stadtbummel“ und leckeren Cocktails am Hafen von Sissi ausklingen.

Am nächsten Morgen hieß es schon Abschied nehmen 😦 Die Koffer waren im Auto verstaut, die letzten Fotos wurden gemacht und nach vielen Umarmungen, Knutschern und lieben Worten fuhren die Beiden davon 😥
Zurück blieben Verena und ich mit einem mulmigen Gefühl aber immerhin noch mit einer Handvoll Tagen zum genießen. Denn die Dame hatte kurz vor Urlaubsbeginn ihren Aufenthalt bei mir einfach mal um eine knappe Woche verlängert 🙂 Und die nutzten wir gut aus. Die ersten beiden Tage verbrachten wir am Strand um erst einmal Schlaf nachzuholen und das Meer mit dem SUP unsicher zu machen. Abends bekochten wir uns entweder selber oder steuerten die Tavernen von Sissi an.

20160912_120530-kopieFür die letzten zwei Tage haben wir uns nochmal ein Auto geliehen und fuhren gleich am ersten Tag früh los. Das Ziel diesmal hieß Chrissi Island, die kleine unbewohnte Insel südlich von Kreta, bekannt für seine langen Sandstrände und den Zedernwald. Die Bootsüberfahrt dauerte zwar doppelt so lang wie angekündigt, aber immerhin ist das Boot pünktlich losgefahren 😀
Auf Chrissi Island entspannten wir dann zunächst auf der ruhigen Seite der Insel wo sich kaum Touristen aufhalten. Die marschieren nämlich alle immer schnurstracks vom Bootsanleger quer über die Insel zum Golden Beach wo es Beachbars, laute Musik und Gegrilltes gibt. Erst am Nachmittag wechselten wir auch auf diese Seite. Allerdings nahmen wir nicht den „Touripfad“ sondern nutzten die ausgeschriebenen Wanderwege (ja, die gibt es) quer durch den Zedernwald und gelangten so direkt zu dem kleinen Strandabschnitt, an dem es tatsächlich nur Muscheln gibt. Für Verena ein kleines Paradies an dem sie sich gar nicht satt gucken konnte 😀
Und nach einem letzten Bad im türkisen und klaren Wasser des Lybischen Meeres pilgerten wir zurück zum Boot und traten die Heimreise an.

Dann war tatsächlich auch für Verena der letzte Urlaubstag gekommen 😦 Aber wir hatten einen guten Plan. Am Vormittag fuhren wir ins kleine Bergdorf Kritsa wo viele traditionelle Handwerksarbeiten verkauft wurden. So haben wir einem Töpfer eine Tasse und eine Schale abgekauft und den Vorrat an Honig, Olivenöl und Gewürzen wieder aufgestockt.

Von Kritsa ging es direkt nach Malia ins Medical Center. Seit dem Vortag hatte ich nämlich mit starken Halsschmerzen zu kämpfen und geschwollenen Mandeln. Und da ich für Mandelentzündungen leider anfällig bin, wollte ich das lieber einmal checken lassen. Der uns zugeteilte Arzt war jedoch eine echte Pflaume. Wirklich alle im MC egal ob Empfang, Schwestern oder Ärzte sprachen sehr gutes Englisch, teilweise sogar Deutsch und ausgerechnet dieser Mann sprach nur gebrochen Englisch und hörte sich dazu selbst ziemlich krank an. Meinen Rachen leuchtete er mit seiner Handykamera aus und obwohl ich ihm von Halsschmerzen berichtete, knipste er erst einmal die Klimaanlage an. Ohne wirklich mit mir zu reden oder mir eine Diagnose zu geben drückte er mir einen Zettel mit Medikamenten in die Hand und schickte mich zur Rezeption. So ein Depp und dabei hatte ich meinen letzten Besuch im MC eigentlich sehr gut in Erinnerung mit kompetent wirkenden Ärzten.. Schön war dann noch, als mir der Typ in der Apotheke erzählte, dass eins von den verschriebenen Medikamenten seit 2 Jahren gar nicht mehr existiert 😀 Immerhin hatte er Ersatz und konnte mir auch sonst immerhin sagen wie oft ich alles einnehmen muss.. Nee, nee…

20160913_160317-kopieNaja wir fuhren dann noch nach Bali, wo wir eigentlich in unsere tolle Bucht wandern und auf Muschelsuche gehen wollten. Allerdings hat das Wetter nicht wirklich mitgespielt sodass wir die Zeit lieber in der Psaropoula Taverne verbrachten, Honig gegen die Halsschmerzen löffelten und durch das Dörfchen schlenderten. Der letzte Abend war dann noch einmal richtig entspannt. Wir sahen uns die Bilder des Urlaubs an, plauderten nochmal so viel es ging und dann ging es auch schon früh ins Bett. Viel zu früh, nämlich um 4:30 Uhr !!!! in der Früh mussten wir schließlich zum Flughafen aufbrechen wo ich mich schweren Herzens von meinem Schwesterherz verabschieden musste 😥

Wie schnell doch immer die Zeit vergeht… Erst freut man sich wochen- und monatelang auf den Besuch, dann ist er endlich da und ehe man sich versieht, fliegen sie auch schon wieder zurück. Aber immerhin haben wir die Tage diesmal voll ausnutzen können, viel Neues gesehen und lecker gegessen und endlich mal wieder die Zeit zusammen als Familie genossen ❤ Und immerhin ist es ja nicht mehr lange, bis ich meinen Winterurlaub in Deutschland antrete …

Also meine drei liebsten Lieblingsmenschen, es war mir ein inneres Blumenpflücken und einfach nur schön, euch bei mir gehabt zu haben und ich danke euch für die tollen gemeinsamen Stunden und die Hilfe an meinem Geburtstag samt den tollen Geschenken! Fühlt euch ganz doll gedrückt und geknutscht und bis ganz bald zurück im Haus Woschitzke ❤  :*

Euer Schnitzelchen
(oder momentan Schnupfinchen bzw. Hustinette)

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