Kreta 2019

Große Strände und kleine Inseln im Südosten von Zakynthos

Kalimera Zakynthos! Trotz harter Bettfedern habe ich erstaunlich gut und lange geschlafen und mich vom Vogelgezwitscher und den raschelnden Laubbäumen vor dem Balkon wecken lassen. Der zweite Tag auf der grünen Insel hätte schlimmer starten können! Zwei Portionen Cornflakes (aus der Kaffeetasse 😀 ) später packte ich meine sieben Sachen und machte mich auf den Weg.

Diesmal stand der Süden der Insel auf dem Plan, der Touristenort Argassi südlich von Zakynthos Stadt machte dabei den Anfang. IMG_4709aNeben ein paar schönen Häusern gibt es hier nämlich eine alte Steinbrücke von 1805, die mitten im Meer steht. Eigentlich handelt es sich eher um die Überreste der Brücke, die einst über den Fluss führte, der hier ins Meer mündet. Sie soll einmal Teil der Hauptstraße gewesen sein, warum auch immer diese durchs Meer geführt haben soll … Durch Erosion von Wasser und Wetter ist jedenfalls nur noch die Hälfte der Brücke mit den markanten 3 Bögen geblieben. Das viele Seegras und der kleine, kieselige Strand haben nicht unbedingt zum Verweilen eingeladen, also fuhr ich weiter gen Süden auf die Östliche Landzunge. Dabei kamen mir genau 2 AVIS Autos entgegen und wer saß wohl drin? Genau, die TUI Reiseleiter, das erkennt man auch auf 2km Entfernung. 😀

Auf dem Weg zur Südspitze befanden sich noch eine ganze Reihe kleiner und größerer Strände, von denen ich mir 2 unbedingt ansehen sollte. Einer davon war der Porto Zorro Beach, ein schöner, mittelgroßer Sandstrand mit großen Felsen am südlichen Ende und super flachem Wasser. IMG_4785Der gesamte Strand ist von einem dichten Wald umgeben und machte einen sehr entspannten Eindruck. Allerdings sah er im Internet aus der Vogelperspektive etwas spektakulärer aus. Das komplette Gegenteil dazu war der riesengroße Banana Beach. Zum Glück kam ich in der Nachsaison, denn die flächendeckende Werbung bei der Anfahrt und die Unmengen an Parkplätzen lassen vermuten, was hier im Sommer los sein muss. Trotzdem ist der Banana Beach auch ein super langer und breiter Sandstrand mit flachem Wasser, großem Wassersportangebot und trotz Liegestühlen viel Platz um sich ganz in Ruhe auf sein Strandhandtuch zu legen. Da kam doch glatt mein altes „Beach-Inspector-Ich“ wieder zum Vorschein. 😀 Ein perfekter Strand zum Filmen und Fotografieren! Etwas oberhalb auf einer Sanddüne hatte man einen wunderbaren Blick auf den gesamten Strand und auch auf die kleinen Nachbarbuchten mit ihrem glasklaren Wasser und kleinen Oasen zum Entspannen.

Gegen Mittag erreichte ich schließlich den Gerakas Beach und damit die östliche Südspitze von Zakynthos – oder die südliche Ostspitze, wie man’s nimmt. 😀 Auf jeden Fall ist der Strand Teil des Nationalen Marine Parks von Zakynthos, der sich über die gesamten Gewässer südlich vor Zakynthos erstreckt. Neben Fisch- und Pflanzenbestand soll hier vor allem die vom Aussterben bedrohte Caretta-Caretta beschützt werdenIMG_4838a. Der Strand ist bei den Schildkröten äußerst beliebt und wird jedes Jahr aufs Neue zur Eierablage genutzt. Die Schlupfzeit ist zwar schon so gut wie vorbei, doch hier und da konnte man noch ein paar Holzgestelle sehen, die auf das Nest aufmerksam machen und den Nachwuchs schützen sollen. Auf großen Hinweistafeln werden die Besucher informiert und können dank Strichlisten genau verfolgen, wann wie viele Eier gelegt und Mini Schildis geschlüpft sind. Gerakas war ein angenehm ruhiger Strand, auch wenn ein Großteil zum Wohle der Schildkröten abgesperrt war.IMG_4836a Sowohl der Strand, als auch das Wasser sind extreeem flach und da musste ich einfach ins Meer gehen und mich endlich mal erfrischen. Ich hatte aber auch echt die besten Reisetage erwischt – traumhaft schönes Wetter, kaum Wind oder Wolken und die Hauptsaison war bereits vorüber. Vom Strand aus konnte man zudem gleichzeitig das Kap Gerakas, also die Südspitze sehen und die große Bucht von Laganas bewundern.
Und genau da sollte es als nächstes hingehen. Vorher machte ich jedoch noch einen kleinen Stopp im Mini Markt im kleinen Örtchen. Der Fußweg zum Strand ist nämlich nicht ganz easy, so mitten in der Sonne und mit einer steilen Rampe vom Strand zum Ort hinauf. Also gönnte ich mir ein leckeres Eis und begutachtete die Blumen im Vorgarten. Dabei fand leider der MiniMarkt Besitzer Gefallen an mir und riss einfach eine wunderschöne Hibiskusblüte für mich ab, kurz bevor ich sie fotografieren wollte. :/ Zum Glück konnte ich ihm weiß machen, kein Griechisch zu sprechen, sonst hätte das Süßholzgeraspel kein Ende genommen. Wäre er ein paar Jahrzehnte jünger gewesen, hätte ich es ja ganz nett gefunden aber so… 😀

Ich entschied mich vorsichtshalber für die Weiterfahrt und steuerte mitten in das touristische Zentrum nach Laganas an der Südküste. Der Ort befindet sich ziemlich genau in der Mitte der gleichnamigen Bucht und ist in den Sommermonaten das Mekka der Partypeople. Ein bisschen wie Hersonissos oder Malia in Kreta würde ich sagen, mit dem Unterschied, dass Laganas den Marine Park direkt vor der Tür hat. Ich ließ den Ort erst mal links liegen und fuhr zum Port Sostis mit der vorgelagerten Insel Cameo. IMG_4951aDie kleine Insel ist eine der bekanntesten Attraktionen von Zakynthos und durfte auf keinen Fall auf meiner Reise fehlen. Sie gehörte einst zu Zakynthos, entfernte sich jedoch nach einem Erdbeben vom „Festland“ und ist nun über eine abenteuerliche Holzbrücke zu erreichen. Ist man einmal die steilen Stufen zum Gipfel der Insel hinaufgestiegen, muss man direkt 5€ Eintritt zahlen. Dafür gibt es dann aber einen Schlüsselanhänger mit seinem Foto von einem Fotografen vor Ort (wollte ich aber nicht) und ein Getränk an der Bar (hatte schon geschlossen). Lief also super 😀 Naja, man muss die lokale Wirtschaft ja irgendwie unterstützen.
Bei Cameo Island hatte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr vorgestellt, denn wirklich viel gab es gar nicht zu sehen. Da gab es den kleinen Strand, der für seine weißen Tücher in luftiger Höhe berühmt ist, sonst aber nicht viel zu bieten hat. Und auf der anderen Inselseite eine Aussichtsplattform mit einer weiteren Bar und etwas unterhalb eine Einstiegsmöglichkeit zum Schnorcheln. Der Ausblick war wirklich schön und ich war mehr als froh, in der Nebensaison und am Nachmittag gekommen zu sein, denn wirklich viel war hier nicht los. Allerdings muss man die Insel wohl mit geöffneten Bars und als Partylocation erleben, um den Hype zu verstehen. Trotz alledem ist das kleine Inselchen durchaus sehenswert.

Zurück im Hafen von Sostis informierte ich mich an den vielen Ständen über die angebotenen Bootsausflüge zur Schildkröteninsel und den umliegenden Buchten mit ihren Höhlen. Für den nächsten Tag wollte ich nämlich die Keri Caves besichtigen und die Angebote mit denen im Netz vergleichen. Irgendwie scheinen die Schildkröten aber wichtiger zu sein, als die Höhlen, denn fast jeder Anbieter wollte mit seinem Glass Bottom Boot auftrumpfen und wie viele Leute da doch raufpassen. Wirklich überzeugt war ich davon aber nicht und zum Glück fand ich eine deutlich bessere Option für den kommenden Tag, aber dazu später mehr.

Es war inzwischen schon später Nachmittag und langsam aber sicher fuhr ich Richtung Unterkunft zurück. Dabei war noch Zeit für einen Stopp im Dorf Lithaka, welches mehrfach als schönes, traditionelles Dorf angepriesen wurde. Ich persönlich fand es nicht gerade umwerfend, aber vermutlich habe ich einfach zu viele „traditionelle“ Dörfer in Griechenland gesehen, dass mich ein schöner Dorfplatz mit Kirche mit Tavernen herum nicht gleich umhauen. 🙂 Vielleicht war ich aber auch einfach nicht an den richtigen Stellen im Ort. Ich setzte also meine Heimfahrt fort und „musste“ dabei immer wieder anhalten um Fotos zu machen. Die untergehende Sonne über den Weinfeldern oder die vielen schönen venezianischen Herrenhäuser und Kirchen musste ich einfach festhalten.

Und so beendete ich den Tag bei einem schönen Glas Wein und Souvlaki und einem großen Spaziergang durch Alikanas. Fast 2 volle Tage lagen noch vor mir und was ich da alles erlebte, das erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

Route 92km

Route Tag 2 mit ca. 92 km

Bis dahin viel Spaß bei den Fotos!

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Kategorien: Kreta 2019 | Hinterlasse einen Kommentar

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