Sonntags ist ja, wie bereits erwähnt unser Kulturtag geworden.
Diesmal stand eine Stadtführung auf dem Plan, schließlich wollten wir ja wissen was es sonst noch über die Stadt zu wissen und zu sehen gibt, abgesehen von den Shoppingmeilen und Discovierteln.
Zusammen mit meinen beiden Mitbewohnerinnen Elli und Jule ging es 2 Stunden lang durch Málaga.
Was haben wir gelernt??
Der Placa de la Merced – heute Treffpunkt und Ausgangspunkt am Abend für alle Fiestas und der Platz mit den meisten und besten Bars und Cafés – war früher nur ein Acker. Zwar haben sich dort auch die Menschen zu Botellónes (siehe ERASMUS und andere Feierlichkeiten) getroffen, allerdings wussten sie nicht, dass sie sich auf einem Friedhof befanden. Unter dem Platz sind 40 Menschen begraben, die getötet wurden weil sie für die Freiheit des Landes gekämpft haben…
Es gibt ein Denkmal für Pablo Picasso, einer der berühmtesten Söhne der Stadt, eins für Hans Christian Andersen, der Málaga als die schönste Stadt beschrieb, die er je gesehen hat (dafür bekam man gleich eine Statue…) und eins für Herrn Larios. Letzter hat viel Geld in den Ausbau der Stadt gesteckt und ist nun Namensgeber für die groe Einkaufspassage in Málaga und eine bekannte Tequila Sorte.
Und es gibt die A-B-C Gebäude. Drei wichtige Häuser mit den Namen Ajuntamiento de Málaga (Rathaus von Málaga), Banko de Málaga (die Bank halt) und Correo (alte Post, die heute ein Uni Gebäude ist und einzigartig in ihrer Bauweise, da sie spanischen und arabische Elemente vereinbart).
Und – nicht, dass ich es noch nicht wusste – die Spanier sind un poco loco (ein bisschen verrückt). Warum??
1. Sie beauftragen die Italiener einen Brunnen für sie zu bauen, bekommen ihn auch und zahlen auch dafür. Dann sind sie aber der Meinung, dass sie ihn selber besser bauen können, also verschenken sie ihn und bauen sich einen neuen. Der gefällt ihnen aber nicht, sodass sie ihren alten zurück haben wollen. Den bekommen sie nun aber nur gegen Geld – also zahlen sie nochmal. Auf dem Weg zurück nach Málaga werden sie von Piraten angegriffen, die den Brunnen in Beschlag nehmen. Zum Glück waren diese einsichtsvoll, sodass die tollen Malaguenos nicht nochmal zahlen mussten …
2. Sie bauen eine Kirche mit tollem Eingangstor und großem Altar etc.. Jedes Jahr findet die Semana Santa statt, eine Woche voll mit Prozessionen und riesigen Umzügen mit riesigen Gebilden, die sie durch die Stadt trugen. Diese sollten am Ende in der Kirche landen, passten aber dummerweise nicht durch die Eingangstür. Also nahm man ein paar Steine aus der Wand heraus und setzte sie nach dem Transport wieder ein. Getreu dem Motto Mañana, mañana würde man sich für das nchste Jahr etwas einfallen lassen. Dazu kam es aber nie. Also wurden jährlich die Steine herausgenommen und wieder eingesetzt bis man vor nicht mal 10 Jahren auf die Idee kam, eine zusätziche größere Eingangstür zu bauen. Nach über 240 Jahren wohlgemerkt… Die Spanier halt
Ansonsten gab es viel zu hören und zu sehen über die Geschichte der Stadt und ihre Bewohner.
sonnige Grüße
wie immer sehr gelungende Fotos — saludos de Gerardo