Wieder Freitag juhuu
Erstmal habe ich hier ein Bilderrätsel für die Pflanzenfreunde unter euch:
Wie heißt der Baum auf diesem Bild? Die meisten werden ihn sicher in Mini Ausführung vom Fensterbrett kennen…
Die Auflösung später.
Diesmal sollte es schon früh losgehen um die schönsten Orte der Insel ohne Touris sehen zu können.
Um halb 8 startete ich mit dem Roller, wieder einem Taifun nur diesmal in schwarz, Richtung Osten zum Asklipion.
Das Asklipion, benannt nach Asklipios, dem griechischen Gott der Heilkunst, war eine Tempelanlage für Heilkunst und wurde von vielen Griechen aufgesucht, die sich dort die Heilung ihrer Weh Wehchen versprachen. Es erhielt seine
heute erkennbare Form zwischen dem 2. Jh. v. Chr. und dem 2. Jh. n. Chr. Mal eben 4 Jahrhunderte an einem Tempel gearbeitet, man hat ja sonst nichts zu tun 😛
Die Anlage ist terrassenförmig aufgebaut und bietet einen tollen Ausblick über das Meer und die umliegenden Inseln. Zu sehen gibt es, wie in Griechenland üblich, viele Säulen, Altäre, Tor- und Mauerbögen und eine Menge an Treppen. Glücklicherweise bin ich dem Marco Polo Tipp gefolgt, gleich zur Eröffnung dort zu sein. Und Punkt 8 zur Eröffnung betrat ich als erster Gast des Tages die Anlage und konnte mich in Ruhe umsehen und tolle Bilder ohne im Weg rumstehende Touristen machen. Abgesehen davon waren die Temperaturen zu der Zeit noch erträglich…
Nächste Station war ganz im Süd-Osten die Embros Therme. Der Begriff „Therme“ ist eigentlich etwas übertrieben, besteht das Ganze ja nur aus einem Steinkreis am Strand, der ein Becken mit ca. 10m Durchmesser bildet. Dort vermischt sich das aus einer Quelle im Fels entspringende und bis zu 40°C heiße Thermalwasser mit dem Meerwasser. Und so liegt man also in diesem kleinen, flachen Becken und spürt mal warmes, mal kaltes Wasser und alle paar Sekunden kleine Blasen aus dem Boden aufsteigen. Forscher der TU München haben sogar herausgefunden und bewiesen, das die Therme tatsächlich Heilwirkungen besitzt. Zum Beispiel für Entwicklungsstörungen im Kindesalter. Erkrankungen der Haut, Gefäße, Augen und Atmewege. Also müsste ich ja jetzt gut gewappnet sein. Die Therme erreicht man nur über eine steile Schotterstraße, die man besser zu Fuß geht. Die Aussicht vom Startpunkt, oben am Parkplatz ist aber wahsinnig toll!! Das Meer mit seinen tausend Blau-Schattierungen, das ganze Grün drumrum und früh am Morgen war es sogar noch sehr ruhig. Der frühe Vogel fängt eben doch den Wurm 😀
Nach meinem Heilungsbad legte ich mich noch an den Strand zu einem kleinen Nickerchen und, Überraschung, beim Aufwachen war der Strand um mich rum auf einmal voll mit Menschen. Ein Zeichen zu gehen!
Die Orientierung auf Kos ist für mich noch etwas schwierig… Die Entfernungen auf der Karte scheinen viel weiter, als sie eigentlich sind. Schon auf dem Weg vom Asklipion zur Therme wollte ich eigentlich eine Abkürzung um Kos Stadt herum fahren, doch auf einmal tauchte am Straßenrand das „Westliche Grabungsgebiet“ auf. Und wer sich erinnert, das habe ich bei meinem Kos Stadt Besuch vor einigen Wochen schon angeguckt. Nagut, dann war ich halt doch keine Abkürzung gefahren, sondern wieder in der Hauptstadt gelandet. Aber angekommen bin ich trotzdem und das ohne Wenden und Umdrehen zu müssen.
Weiter ging es ganz hoch in die Berge nach Zía. Zía war früher das Bilderbuch Bergdorf der Insel. Heute soll es angeblich von
Touristenbussen belagert sein, davon hab ich aber glücklicherweise nichts mitbekommen. Zu sehen gibt es in Zía ein paar schöne Kirchen mit vielen Verzierungen, kleine Dorfplätze und viiiiiel Natur und viiiele Olivenhaine und einfach viel Ruhe. Da macht das Roller fahren doch Spaß. Serpentinen ohne Ende, die bergauf, bergab gehen und immer wieder neue traumhafte Ausblicke über die Insel und das Meer freigeben. Ganz oben war ich dann am Ziel angekommen, einem Aussichtspark in keine Ahnung wie viel hundert Metern Höhe. So 400m waren es vielleicht.. Den Tipp hab ich von Steve, unserem Mountainbike Guide bekommen. Der Park war eigentlich ziemlich uninteressant, die paar Vögel dort hatten die selbe Farbe wie der Boden auf dem sie liefen und ein paar Karnickel sprangen im Schatten herum. Aaaaber ganz oben, und da war ich schon kurz vorm Zusammenklappen weil es einfach mal 38°C warm war an dem Tag, ganz oben im Schatten der Pinien hingen ein paar Hängematten. Und, Viola hatte mal wieder ein super Timing, zur Mittagszeit war natürlich niemand im Park. Also hatte ich alle Hängematten für mich alleine und genoss bei ein paar Keksen (meinem Mittagessen) und viel Wasser die tolle Aussicht. Eigentlich wollte ich dann nur kurz die Ruhe genießen und etwas entspannen. Aber dank frischem Duft der Pinien, dem Zirpen der Zikaden und einem leichten Lüftchen schlief ich in meiner schaukelnden Hängematte ein und wachte eine Stunde später erst wieder auf. Egal, endlich mal Entspannung und Ruhe für den Körper. Bevor es wieder bergab ging sollte ich, laut Steve, unbedingt noch die selbstgemachte Limonade probieren, die in einem der kleinen Restaurants dort oben hergestellt wurde. Gesagt getan und es war seehr lecker!! Wer es nachmachen will:
Frisch gepressten Zitronensaft mit Zucker aufkochen und zu Sirup werden lassen. Dann kalt stellen und zum Servieren mit Eiswürfeln und kaltem Wasser in ein Glas geben. Seehr lecker!!
Auf zur vorletzten Station, Alt Pyli. Ich dachte immer, Alt Pyli also Paleo Pyli in Griechisch sei einfach ein Stadtteil oder ein Nachbarort von Pyli. Aber tatsächlich findet man hier, am Nordhang des Inselgebirges, die steinernden Reste eines verlassenen Dorfes. Es wurde im Mittelalter bewohnt und erst nach einer Choleraepidemie 1830 zu einem Geisterdorf. Nur mit seeeeeeehr viel Fantasie kann man an dem zertreuten Steinen ein paar Umrisse erkennen. Aber nur mit sehr viel Fantasie. Ganz oben auf dem Berg stand die Burg von Alt Pyli, ebenfalls eine Ruine. Aber der Weg nach dort oben war mir dann doch zu anstrengend. Immerhin befand ich mich schon auf 300m Höhe. Ich kämpfte mich noch zum Gipfel hinauf, wo das kleine Cafe Oría stand und genoss einen Joghurt mit Honig bei einer spektakulären Aussicht! Das kann man gar nicht in Wort fassen!
Abschließend stoppte ich noch im Nachbardorf Pyli. Pyli ist das größte Binnendorf und besitzt keine offiziellen Unterkünfte. Also kein großer Touri Alarm. Dafür hab ich hier ein paar schöne Schmuck- und Kunstläden gefunden. Und in Pyli steht auch der Jungbrunnen. Der Brunnen an sich ist nur ein Quader mit Löwenköpfen aus denen Wasser sprudelt. Allerdings ist das Wasser trinkbar, weshalb fast alle Dorfbewohner ihr Trinkwasser hier abzapfen und kanisterweise nach Hause bringen. Und der Name Jungbrunnen kommt von dem Gerücht, dass man von allen Löwenköpfen nacheinander ein Schluck Wasser nehmen soll und dann mit Fruchtbarkeit und Jugendlichkeit gesegnet sein soll. Na hoffentlich kreist jetzt nicht der Storch über meinem Zimmer..
So, das wars auch schon. Wieder mal ein toller Trip und diesmal auch bei schönem Wetter. Fast zu schön. Zu Hause angekommen musste ich mich erst mal im Meer erfrischen gehen.
Aber nun habe ich wirklich die ganze Insel gesehen, zumindest alles, was ich sehen wollte und für sehenswert empfunden habe und kann mich nun auf die Nachbarinseln und die Türkei stürzen.
Heute ist schon wieder Freitag, und um mal ein bisschen Ruhe zu bekommen bleibe ich brav zu Hause, erledige meinen Unikram, lernen Griechisch und stürze mich gleich ins Meer um surfen zu gehen. Nächste Woche geht es dann zu Besuch in den Robinson Club der Insel.
Nun zur Auflösung: Es handelt sich um einen Fikus. Also an alle mit „grünem Daumen“, so kann er mal aussehen, euer Fensterbrett Fikus 😀
Und noch eine Frage: Was für ein
Oberteil hatte ich wohl an dem Tag getragen?? Kann man nur seeeehr schwer erkennen finde ich hahah
Also sonnige Grüße
Viola
ich nehme an du hattst einen pullover an 😀 ne quatsch wärste mal im bikini rumgedüst ^^ aber bisschen vor der sonne musst du dich ja auch schützen.. freu mich auf dich:* küsschen der frosch