Kalymnos – Schwammtaucher und Traumbuchten

So, endlich hatte ich mal wieder einen freien Tag. Mein toller FREItag wurde mir leider genommen, statt dessen hab ich nun Mittwochs frei.
Mittwoch ging es also wieder mit meinem Freund Taifun Richtung Nachbarort Mastichari und mit der Fähre rüber auf die Nachbarinsel Kalymnos. Was ich bisher wusste: das Schwammtauchen hat eine lange Tradition, die Insel ist ein Mekka für Freikletterer und  sie ist bergig. Was ich dann schließlich vorfand war eine unglaublich schöne Insel, vor Allem landschaftlich betrachtet, mit den schönsten Buchten, die ich je gesehen hab!
Mal sehen, ob ich sie noch alle zusammen bekomme …

Los ging es also am Hafen von Pothia, der Hauptstadt der 110 km² „großen“ Insel. Da ich nur 5 Minuten vor Abfahrt der Fähre eingecheckt habe, war ich nun eine der ersten, die das Schiff verließ und wusste erst mal gar nicht wohin. Also Karte raus und nachgeschaut und sDSC00222chon stand der Plan für den Tag fest. Erste Station war die Monastery Agios Savvas, eine Anlage oben auf den Bergen bestehend aus einer Kirche, die aus Stein gebaut ist und mehreren kleinen Kirchlein. Alles bewachsen mit bunten Blumen aller Art. Der Ausblick von dort oben, vor Allem auf den Hafen der Hauptstadt ist grandios. Auf dem Rückweg sah ich noch im Traditional Museum vorbei. Ich war wohl auch der einzige Gast dort. Aber der Besitzer war sehr freundlich, erklärte mir anhand vieler Stillleben und Aufbauten die Geschichte und Traditionen Kalymnos‘ und servierte sogar ein Gläschen kalymnischen Weines, Sehr lecker, aber auch sehr süß.
Und ab jetzt muss ich meine Fotos zur Hilfe ziehen, um zu wissen, wo ich noch so war … 😀

Im Internet hatte ich von Vlichadia gelesen, einem kleinen süßen Dörfchen am Meer, also sah ich vorbei, fand einen Mini Strand, extrem klares Wasser und ein paar bunte Schiffchen vor und fuhr dann wieder weiter.

Nächster Stop muss, laut meiner Fotos Masouri gewesen sein. Ein ziemlich touristisches Fleckchen, aber man hat einen tollen Blick auf die Nachbarinsel Telendos und es gibt einen kleinen Strand, an dem ich erst mal eine kleine Mittagspause eingelegt habe. Kurzes Nickerchen und weiter..
Ein ganze Weile ging es parallel zum Meer an der Küste entlang Richtung Norden. Ich umrundete eine langgezogene Bucht mit DSC00282aunglaublich türkisem Wasser und landete dann schließlich in Emborios. Ebenfalls ein Mini Örtchen mit einem mini Steg und kleinen bunten Schiffchen. Hier konnte man sogar kleine Schwämmchen von den Schwammtauchern kaufen. Besonders toll war eine kleine Taverna die zwei ihrer Tischen direkt im Strand aufgebaut hatte. Hier gönnte ich mir ein kleines Päuschen und ein Nickerchen am Strand und genoss die tolle Aussicht.

Damit hatte ich die ganze Westküste abgegrast und wechselte auf die Ostseite. Gleich im Nordosten DSC00337ahielt ich in der langen Bucht von Palionysos. Das Moped muss man am Ende der Schotterstraße abstellen und dann weiter zu Fuß gehen. Am Strand angekommen hatte ich schon zum x-ten Mal an dem Tag das Gefühl, das Paradies vor mir zu sehen. ein kleiner Strand, türkises, glasklares Wasser, ein paar schattenspendende Nadelbäume und Reggaemusik aus einer kleinen Taverne am Strand. Leider hatte ich nicht viel Zeit, die Liste war lang… Aber der Anblick war mal wieder traumhaft.

Anschließend fuhr ich durch die Berge, war innerhalb weniger Minuten hoch oben in den Bergen und gleich danach wieder unten an der Küsten. Dazwischen lagen zahlreiche enge Serpentinenstrecken und traumhafte Landschaften. Die Insel ist einfach der Wahnsinn! Mal rollt man bergab – ohne Gas zu geben – mit 70 km/h und mal gibt man Vollgas und schafft bergauf nur 30 km/h. Ich musste mich richtig konzentrieren, die Richtung zu halten bei den ganzen Impressionen. Aber gott sei dank waren die Straßen mal wieder fast menschenleer. Es ist doch Hochsaison – wo sind die ganzen Touris, die sich auf den Straßen zu den tollen Buchten tummeln? Ich kann doch nicht die Einzige sein, die diese traumhaften Plätze zu sehen bekommt…

Weiter ging es durch die fruchtbare Ebene von Vathis, vorbei an Orangenplantagen, Olivenhainen und Tomatenfeldern. Am Ende der Ebene landete ich in der Bucht von Rina, einem weiteren mini Hafen mit kleinen Hotels, die vorwiegend holländische Gäste aufzunehmen scheinen.

Die Zeit wurde leider immer knapper, das Ticket für die Fähre hatte ich ja schon vorher gebucht, und den Roller musste ich auch vor DSC00363a7 abgegeben haben. Aber die Bucht von Akti wollte ich mir nicht entgehen lassen. Von oben sah sie schon spektakulär aus. Das lag sicher auch an einer „Straße“, die sehr steil bergab ging und zur Bucht führte. Laufen wollte ich nicht, also ging es mit beiden Bremsen angezogen bergab bis zum Ende des Weges. Selbst mit angezogenen Bremsen hatte ich fast 20 km/h drauf. Eigentlich bestand auch diese Bucht nur aus einem Mini Strand mit einer Mini Taverne und traumhaft klarem Wasser. Aber gerade das machte sie ja so schön.  Hätte ich nur mehr Zeit gehabt um auch mal schwimmen zu gehen.

Es ging nun auf mehr oder weniger direktem Wege zurück nach Pothia zur Fähre. Aus „direkt“ war schon den ganzen Tag über nichts geworden. Ständig musste ich anhalten um alles zu fotografieren.
Der Tag war daher super anstrengend für mich. Moped fahren, den richtigen Weg finden (und halten) und nebenbei Ausschau halten nach den besten Plätzen zum Fotografieren. Multitasking auf hohem Niveau 🙂

Genau 5 Minuten vor Abfahrt der Fähre schaffte ich es doch tatschlich am Hafen anzukommen. So hab ich zwar die komplette Insel umrundet und fast alles gesehen aber für die Hauptstadt selbst blieb keine Zeit mehr. Dann muss ich wohl leider nochmal rüberfahren … sowas blödes aber auch …
Auf der Rückfahrt war ich so müde, dass ich gleich eingeschlafen bin und mich von den Wellen schaukeln ließ.

DSC00385Abends gab es noch eine Pizza mit Eigenkreation (Hälfte Gambas, Hälfte Hawaii) und dann war leider schon wieder ein freier Tag zu Ende.
Mal sehen wohin es mich nächste Woche verschlägt…

Kalymnos war bisher das schönste Fleckchen Erde, was ich in meiner Zeit hier gesehen hab. Da kann leider auch die Hängematte in Zia oder die Taverne in Alt Pyli mit Blick auf das Dikeos Gebrige nicht mithalten. So viel Unterschiede in Höhen, Farben und Eindrücken hab ich selten auf einem Haufen gesehen. Der Tag hat sich also mehr als gelohnt!!

Wenn es diese Tage nur nicht immer nur einmal pro Woche geben würde!

Hier seht ihr mal meine Route für Kalymnos, laut google maps sind das 65 km gewesen.

kalymnos tour

Sonnige Grüße von der Insel

 

 

 

 

 

 

 

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Kategorien: Beiträge Apr-Sep | Ein Kommentar

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Ein Gedanke zu „Kalymnos – Schwammtaucher und Traumbuchten

  1. Anonymous

    toll toll toll!!! später müssen wir das alles zu 2. nochmal machen 🙂

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