Im Farbenrausch von Flora und Fauna

THALANG

Seit gut 4 Tagen sind wir nun schon unterwegs auf unserer Rundreise durch Südthailand und jeder Tag war vollgepackt mit spannenden Ausflügen und unterschiedlichsten Eindrücken. Die nächsten Tage sollten daher etwas entspannter werden und endlich auch mal ohne Zwischenfälle verlaufen.

Den letzten Tag in Thalang gingen wir sehr relaxed an. Unser geplantes Ausschlafen wurde allerdings gegen 7:30 Uhr vom gefiederten Biolärm vor dem Fenster unterbrochen. Also auf zum Frühstück, wo uns neben einer einfachen Auswahl an vorrangig warmen Speisen auch eine Hand voll Chinesen erwartete. Schon an der Deko zum Neujahrsfest der Chinesen konnte man erkennen, wo die Hauptzielgruppe des Hotels liegt 🙂 An sich habe ich ja wirklich nichts gegen Chinesen (zumal ich keine persönlich kenne), aber unsere Exemplare hier vertraten echt die übelsten Clichés und benahmen sich echt unmöglich. Es wurde quer über die Terrasse geschrien, mit vollem Mund wohlgemerkt, und die Suppen wurden nur so geschlürft, dass einem leicht der Appetit vergehen konnte. Aber wir waren bis dahin ohnehin fertig 🙂

Außer unserer Weiterfahrt nach Khao Lak war für den Tag nicht wirklich viel geplant und so gönnten wir Paddy noch einen halben Tag Ruhe, um wieder zu sich zu finden und nach und nach ging es ihm auch wieder besser. Sogar trocken Toast und Banane schmeckten wieder. Und während Paddy auf der schattigen Terrasse zurück ins Reiseleben fand, vergnügte ich mich mit Verena und Benni am und im Pool. Bei Bob Marley und Co ließen wir uns die Sonne ins Gesicht scheinen und genossen die Ruhe in der menschenleeren Anlage. Sogar von den Chinesen war nichts mehr zu sehen. Die Anlage war irgendwie viel zu gut für das, was man aus ihr gemacht hatte. Und so organisierten wir im Geiste schon die erste Poolparty mit Live DJ, Poolbar und Apartments direkt am Pool und alles im Dschungel Thailands … hach ja .. 🙂

KHAO LAK

Thalang Khao Lak SimilianGegen Mittag mussten wir dann aber doch auschecken und die Weiterfahrt antreten. Wir schienen uns bei unseren Transportmitteln stetig zu steigern, denn diesmal wartete ein luxuriöser Minivan mit bunten Spiegeltafeln und Lichtern auf uns. Eineinhalb Stunden dauerte die Fahrt nach Khao Lak. Wir verließen zum ersten Mal die Insel Phuket und wurden auf dem Festland prompt mit einem ordentlichen Regenschauer empfangen. Was sich da alles auf Land und Leute ergoss war schon heftig… Aber wir waren ja im Trockenen und pünktlich zu unserer Ankunft im Yama Resort in Khao Lak klarte es sich wieder auf.

Die Zimmerverteilung bzw. -ausstattung war diesmal ziemlich ungleichmäßig. Während sich die Jungs im modernen Deluxe Zimmer über ein großes, helles Bad, einen großen Schlafraum mit viel Stauraum und TV + Kühlschrank freuen konnten, erwartete Verena und mich im Budget Room das komplette Gegenteil. Das einbetonierte Bett mit Matratzen nahm fast den gesamten Raum ein und ließ nur noch einem kleinen Tisch sowie einem Stuhl Platz. Davon gingen zwei dunkle Kammern ab, einmal mit einem wenig beleuchteten Waschbecken und im anderen Raum befanden sich die Toilette und eine offene Dusche. Man konnte quasi beides verbinden … 😀
Aaaber mein Gott, alles halb so wild, denn wir wollten in dem Zimmer ja nur übernachten und nicht wohnen. Zum Glück war Verena da genau meiner Meinung, denn unsere Herren hätten das Zimmer garantiert verweigert 😀 Also legten wir nur kurz unsere Sachen ab und trafen uns zu einem kurzen Mittagessen im „Restaurant“. Und dann legte Zeus, Herrscher über Regen, Donner und Blitz, noch mal richtig los und schenkte uns einen schönen gleichmäßigen Regen mit frischer Luft und herrlichem Duft.

DSC05848 KopieZum Nachmittag hin hatte sich das Wetter schon wieder beruhigt. Der Himmel klarte wieder auf und die Sonne strahlte uns ins Gesicht – warm war es ohne hin schon gewesen. Voller Tatendrang organisierten wir ein Tuk Taxi und ließen uns zum White Sand Beach fahren, ein Geheimtipp des Fahrers. Und was soll man sagen? Wir verbrachten diesen und die folgenden beiden Abende allesamt am White Sand Beach ;). Der Strand war einfach ein Traum! Er schien endlos lang, keine Menschenseele weit und breit und der Sand war weiß und super fein wie Puderzucker. Wir machten einen DSC05912 Kopiekleinen Strandspaziergang am flachen Wasser entlang und nutzten den traumhaften Sonnenuntergang für eine ausgiebige Fotosession 😀 Abendessen gab es dann in einem nahezu paradiesischem Restaurant direkt am Strand. Mitten im feinen Sand standen mehrere Holzpavilions, überall gab es bunte aber dezente Lichterketten und das Essen war nicht nur sehr billig, sondern auch noch super lecker. Wir taten uns echt schwer den Strand zu verlassen aber nachdem wir ausgiebig die kleinen Krebse im Sand verfolgt hatten, mussten wir schweren Herzens ins Tuk Taxi steigen und uns zurück zum Hotel fahren lassen. Naja wir sind ja zum Glück wieder gekommen … Unterwegs gab es noch einen kurzen Zwischenstopp im Supermarkt um den Wasser- und Bargeldvorrat wieder aufzufüllen und dann ab zu unseren Deluxe und (Low) Budget Zimmern. Die Fahrten mit den Tuk Taxis sind ja immer wieder ein Abenteuer vor allem bei Nacht! Irgendwie schaukelt und wackelt alles und die Eindrücke fliegen nur so vorbei aber es ist immer wieder ein Erlebnis! Wir hockten noch ein bisschen im Deluxe Zimmer der Jungs rum und sahen uns die Fotos an und dann hieß es nur noch ab unter die Dusche und ins Betonbettchen! Denn am nächsten Morgen sollte es früh losgehen …

SIMILAN ISLANDS

Zu völlig urlauberunfreundlicher Zeit klingelte unser Wecker und schmiss uns aus dem Bett in den neuen Tag. Ein Tag voller Eindrücke sowohl positiver als auch negativer Erscheinung… Aber immer der Reihe nach! Das erste große Problem gab es schon vor dem Frühstück und zwar im wahrsten Sinne des Wortes GROß! Denn bei Verena und mir krabbelte auf einmal eine riesige Spinne an unserer „Badezimmer“-Wand entlang. Die war echt so eklig groß und schwarz, dass wir nicht so recht wussten, was wir damit anstellen sollte. Normalerweise schicke ich Verena bei sowas ja immer vor 😛 aber auch die wusste sich diesmal nicht zu helfen. Unsere verzweifelten Hilferufe per Telefon an die Jungs wurden entweder nur belächelt oder gleich ganz ignoriert – die hatten nur das Frühstück im Kopf, na super. Irgendwann hatten wir sie jedoch genug genervt und die beiden Herren kamen immerhin zu uns um sich das mal anzusehen. Der Versuch, den Spinnerich mit einem Glas einzufangen ist mal sowas von daneben gegangen und so krabbelte das Ding irgendwo weiter herum, wo wir es nicht mehr sehen konnten – ganz tolles Gefühl.. NICHT!

Naja uns blieb nichts weiter übrig, als zum Frühstück zu gehen und wir waren noch nicht einmal richtig fertig mit Essen, da stand schon unser Abholservice vor der Tür. Mit einem Van ging es quer durch Khao Lak zu einer Sammelstelle, die nur aus einer großen, überdachten Fläche bestand, immerhin mit Toiletten auch wenn wir über deren Zustand jetzt mal nicht genauer reden wollen … :D. Bei Kaffee, Tee und Gebäck warteten wir also und sahen zu, wie immer mehr Gäste angefahren wurden, zum großen Teil Chinesen natürlich. Und da waren sie wieder, diese lauten Konversationen und komischen Geräusche, die wir so vermisst hatten… Aber schon interessant dieses Völkchen zu beobachten! Da fliegen die nach Thailand wo es warm und schwül ist und laufen dann mit ganzkörper Lycra Anzügen und riesigen Hüten rum, um sich vor der Sonne zu schützen und dann cremen sie trotzdem noch alles mit 50+ Sonnencreme ein 😀

IMG-20170205-WA0007 KopieEs hat auch nur ganze 1,5 Std gedauert, bis es endlich losging und wir mit Sammeltaxis zum „Pier“ gebracht wurden. Der sogenannte Pier war nur ein Strand, an dem ein größeres Boot lag auf das wir dann zugeteilt wurden. Dazu mussten wir erst mal ein paar Meter durchs Wasser waten und unsere Flip Flops vorher abgeben. Die wurden alle in einer großen Mülltüte gesammelt und erst am Abend bei unserer Rückkehr wieder ausgehändigt. Naja wer brauch schon Flip Flops bei einer Inselrundfahrt? 🙂 Dann ging es auch endlich los und wir düsten zu unserem ersten Stopp.

Zu den Similan Islands sei kurz erwähnt, dass es sich dabei um eine kleine Inselgruppe von 9 Inseln in der Andamanensee handelt, die nur ein paar Kilometer westlich von Khao Lak liegt. Ihre Besonderheit ist Segen und Fluch zugleich, denn die Inseln sind eine sehr beliebte Tauchdestination. Die Korallen- und Fischvielfalt war jedoch mal deutlich größer und mehrere Monate im Jahr werden die Inseln für Besucher auch ganz gesperrt um der Unterwasserwelt Zeit zum regenerieren zu geben.

DSC05926 KopieUnser erster Stopp war ein kurzer Schnorchelstopp vor einer der Inseln. Das Equipment konnten wir uns vorher kostenfrei ausleihen und mit GoPro und Co bewaffnet hüpften wir ins Türkis leuchtende Wasser und sahen uns bunte, kleine Fischchen und Korallen an. Beziehungsweise dass, was nach den vielen Ausflugsbooten tagtäglich noch übrig war. Da ich noch nie geschnorchelt bin, war das aber so und so ein Erlebnis für mich. Schon komisch, wenn die kleinen Fischlis so dicht an einem vorbei schwimmen und echt zum greifen nah sind! Eine super Erfahrung für mich, die sich ja sonst nur AUF dem Wasser aufhält 🙂

DSC05936 KopieWeiter ging es zu unserer zweiten Insel, die schon deutlich größer war und wo wir auch Mittagspause hatten. Na das war was, sag ich euch … Themen wie Naturschutz und Nachhaltigkeit sind hier echt Fremdwörter! Erstmal ging es vom Boot an den Strand, wo wir mit Unmengen an Menschen von anderen Booten warteten, bis uns dann jemand von unserer Gruppe zu einem kleinen Bereich zwischen den Palmen gebracht hat. Hier waren super viele Klapptische aufgebaut, auf denen dann typisch asiatisches Essen verteilt wurde – Reis, Nudeln, Hühnchen und Bananen. Die Schlangen waren ewig lang und keine Ahnung wie das wirklich ist, aber ungefähr so stelle ich mir ein Auffanglager vor … Wir hatten zum Glück eine kleine Ecke gefunden wo wir uns in den Sand setzen konnten und während Verena und ich unser erkämpftes Stückchen Land verteidigten, schickten wir die Jungs auf Nahrungssuche 😀 Zurück kamen sie dann mit ein paar Tellern voll Reis und Huhn oder was man ihnen eben auf den Teller gepackt hatte. Naja schlecht hat es auf jeden Fall nicht geschmeckt und am Ende wurden auch noch frische Ananasen aufgeschnitten und verteilt.

IMG-20170205-WA0045 KopieNach dem Essen sahen wir uns ein wenig auf der Insel um und fanden dann wieder eine kleine, etwas ruhigere Ecke und entspannten uns ein wenig. Die Sonne schien echt unermüdlich und so lechzten wir nur so nach Schatten. In einem der Bäume hing sogar eine Schaukel, die dann promt zum Fotomotiv wurde. Wir knipsten noch einiges an Fotos und waren echt geblendet von dem weißen, feinen Sand. Das Wasser schimmerte wieder so unglaublich Türkis und wenn man sich clever anstellte, kamen sogar richtig gute Fotos bei raus ohne die ganzen Menschenmassen im Hintergrund. 🙂

KODAK Camera

Die Zeit war dann auf einmal viel zu schnell vergangen und wir bestiegen wieder unser Boot voll mit Chinesen 😀 Bei der 3. Insel gab es wieder einen Schnorchelstopp. Auch wenn es immer noch interessant und schön anzusehen war, waren die Korallen hier echt noch viel mehr zerstört. Schon krass, was das ständige Ankern der Schiffe und der ganze Tourismus so anrichten können :/ Der Halt war nur sehr kurz und dann fuhren wir schon weiter zur letzten Insel wo wir auch wieder an Land gingen. Die Insel an sich war wieder mal ein Traum! Palmen und andere knallgrüne Pflanzen überall, Puderzuckersand und Türkis schimmerndes Wasser. Hier gab es sogar ein paar Felsen mit einem Viewpoint von dem man einen tollen Blick überDSC06059 Kopie die Insel haben sollte. Wir schickten unsere Männer wieder los um den Viewpoint zu finden und tolle Bilder für uns zu machen und suchten uns während dessen ein schattiges Plätzchen. Das war gar nicht so leicht, denn soviel Schatten gab es hier echt nicht! Und auch wenn wir den ganzen Tag nur am cremen und mit Hüten und Lycras eigentlich gut ausgestattet waren, spürten wir die Kraft der Sonne echt gnadenlos! Den Viewpoint haben sie übrigens gefunden und tolle Aufnahmen gemacht! Das Ergebnis seht ihr dann später in den Fotos.

DSC06073 KopieVöllig geschafft und platt, sowohl von der Sonne und dem ganzen Tauchen, aber auch von den vielen Eindrücken, kletterten wir wieder auf unser Boot zurück. Leicht verbrannt hatten wir uns irgendwie auch alle ein wenig… Die Rückfahrt war vergleichsweise ziemlich holprig und windig und das Schlimme daran war ja, dass man die unermüdliche Sonne dadurch gar nicht so sehr spürte und die Haut mehr und mehr leiden musste. Aber die Bootsfahrt war trotzdem cool. Ich konnte mich gar nicht an den ganzen Farben satt sehen und genoss das Geschaukel. Die Chinesen auf der anderen Seite waren reihenweise eingepennt und schaukelten bei jeder Welle von links nach rechts 😀 Das war ein Anblick sag ich euch!! Das war schon fast Comedyreif und die Guides machten sich auch noch einen Spaß draus und amüsierten die noch wach gebliebenen 🙂

Zurück am Strand galt es nun Ausschau nach unseren Flip Flops zu halten, die wir ja vorher mit zig anderen in eine Tüte geben mussten. Wir erwarteten echt das Schlimmste und bereiteten uns mental auf ein Schuh-Memory Spiel vor aber nix da! Die Schuhe standen alle paarweise in Reih‘ und Glied und man brauchte nur sein Paar suchen und konnte direkt losgehen – das war mal echt eine Überraschung! Wir ignorierten dann einfach mal das Sammeltaxi zum Treffpunkt da die Strecke ja eh nur knapp einen Kilometer lang war. Und in der Zeit, wo die anderen auf das Taxi warteten und dann langsam zum Meeting Point fuhren, waren wir schon hingelaufen. Mit dem Van ging es wieder zurück zum Hotel und dann brauchten wir alle erstmal eine schöne Dusche und eine ganze Tube After Sun Lotion – einfach mal sicherheitshalber 😀

DSC05885 KopieZum Glück war es noch nicht all zu spät, auch wenn es sich echt so angefühlt hatte.. Wir bestellten uns ein Tuk Taxi und ließen uns wieder zum White Sand Beach bringen und freuten uns schon auf unser leckeres Essen direkt am Strand. Und auch wenn da „not spicy“ also nicht scharf stand, waren die Gerichte teilweise echt zum Feuer spucken. Glücklicherweise gab man uns den Tipp, doch einfach ein wenig Salz zu lutschen, denn dadurch wurde es wirklich ein wenig erträglicher. Wie können die Thais nur so scharf essen?? Naja die Cocktails, die wir uns dann mal gönnten, waren leider nicht soo der Hammer und da wir eh ziemlich geschafft waren, fuhren wir schon bald zum Hotel zurück und verkrümelten uns dann auch direkt in unsere Zimmer und ins Bett. Die dicke Spinne, die irgendwo noch war oder auch nicht, man weiß es ja nicht … war uns dann auch egal, Hauptsache Augen zu!

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Kategorien: 2017, Thailand 2017 | Hinterlasse einen Kommentar

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